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Felddegen-Inschrift-601

Felddegen-Inschrift-601

Felddegen-Inschrift-601, deutsch um 1620.

Zweischneidge Klinge in linsenförmigem Querschnitt. Gravur von Reichsapfel und „Passauer Wolf“ sowie spanische Inschrift: “ NO ME EMBAINES SIN HONOR- NO ME SAQUES SIN RASON“ (übersetzt: Zieh mich nicht ohne Grund, steck‘ mich nicht ein ohne Ehre.) Schmiedemarke. S-fömige Parierstange mit nach oben gezogenem, offenen Bügel. Parierbügel mit dreifacher Knotenverdickung. Quartseitig Daumenring. Gerippte Ledergriffwicklung. Eiserner, runder Knauf. Länge 104 cm.

Gut erhaltene Infanteriewaffe mit gleichmäßiger Patina. Solche Felddegen wurden häufig von den Landsknechten in der Zeit des 30-jährigen Krieges verwendet.

Felddegen-Inschrift-601 um 1620
Felddegen um 1620
Felddegen-Inschrift-601 Details
Felddegen, Klingenbeschriftung
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Galadegen-vergoldet-751

Galadegen-vergoldet-751

Galadegen-vergoldet-751, Geschnittener und vergoldeter Degen aus Frankreich um 1750.

Beidseitig gegratete Colichemarde-Klinge, am verbreiterten, beidseitigen Ansatz geätzter Ornamental- und Figurendekor mit Inschrift „Bon Voyage“. Reichhaltig reliefiert geschnittenes Eisengefäß mit Trophäenbündel zwischen Blütenranken über vergoldetem, mattiertem Grund. Griff mit originaler Silberdrahthilze und Türkenbünden. Patiniert mit gut erhaltener Vergoldung. Länge 99 cm.

Siehe auch diese Galadegen.

galadegen-vergoldet-751-komplett
Galadegen mit Colichemarde-Klinge und Vergoldung
galadegen-vergoldet-751 Details vom Eisenschnitt
Details von Klingenätzung und Eisenschnitt mit Vergoldung

 

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Galadegen-eisengeschnitten-725

Galadegen-eisengeschnitten-725

Galadegen-eisengeschnitten-725, um 1720 deutsch oder französisch.

Zweischneidige Stichklinge mit abgeflachtem Mittelgrat. Die obere Hälfte mit fein geätztem Rankendekor und geschliffenen Zierlinien, mit Resten von Vergoldung. Am Klingenansatz befindet sich beidseitig das Motto „Ne me tir pas sans raison, ne me remette point sans honeur“. Das Stichblatt und das Gefäß mit plastisch geschnittenem Rankendekor auf punziertem Grund. Hilze mit originaler, aufwändiger Wicklung aus Silberdraht und Türkenbünden. Sehr eleganter Galadegen für Adelige bei festlichen Anlässen. Länge 87,5 cm.

Siehe auch diese Galadegen.

galadegen-eisengeschnitten-725 komplett
reich dekorierter Galadegen um 1720
galadegen-eisengeschnitten-725 Terzseite
Details des Gefäßes, Eisenschnitt, Silberdraht-Griffwicklung
galadegen-eisengeschnitten-725-Quartseite
reichhaltige und sehr fein ausgeführte Klingenätzung, Reste der Vergoldung
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Galadegen-eisengeschnitten-726

Galadegen-eisengeschnitten-726

Galadegen-eisengeschnitten-726, deutsch um 1750

Flach gegratete (etwas gekürzte) Colichemarde-Klinge mit abgeflachtem Mittelgrat. Beidseits auf der Klingenstärke reichhaltige Zierätzung von Rocaillen und Symbolen. Geschnittenes und durchbrochen gearbeitetes Bügelgefäß mit originaler Eisendrahtwicklung und Türkenbünden aus Kupfer. der Knauf ebenso geschnitten und durchbrochen gearbeitet, einseitig leicht eingedrückt. Länge 91 cm.

Sehr dekorative Kavalierswaffe für festliche Anlässe.

Galadegen-eisengeschnitten-726 mit geaetzter colichemarde klinge
Degen mit eisengeschnittenem Gefäß und geätzter Colichmarde-Klinge

 

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Degen-Rapierklinge-757

Degen-Rapierklinge-757

Degen-Rapierklinge-757,  Degen für Offiziere der Infanterie, 18. Jhdt. mit Klinge aus dem 17. Jdt.

Im oberen Drittel mehrfach fein durchbrochene, sechskantige Rapierklinge (um 1650) mit Klingenzier. Reich reliefiertes, gegossenes Messinggefäß mit Resten der Feuervergoldung. Symmetrisches Stichblatt mit Fingerbügeln. Interessanter Degen, in dessen Gefäß eine ältere Klinge in Zweitverwendung eingezogen wurde. Länge ca. 87,5 cm.

Degen-Rapierklinge-757
Offiziers-Degen mit durchbrochen gemusterter Rapierklinge
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Degen-norddeutsch-665

Degen-norddeutsch-665

Degen-norddeutsch-665, um 1600 niederländisch oder norddeutsch.

Zweischneidige, mittig flach gekehlte Klinge, die Kehlung wird beidseitig jeweils viermal durch muldenartige Vertiefungen unterbrochen (in der Art der „pater-noster-Klingen“). Fehlschärfe mit Marken. Eisengeschnittenes leicht kanneliertes Bügelgefäß, S-förmige Parierstange mit vorderseitigem Eselshuf. Griffstück aus Holz mit längs verlaufenden Eisenstegen und gezackt geschnittenen Manschetten. Gewendelt-kannelierter Knauf mit Verniet-Knäufchen. Insgesamt etwas korrodiert/angelaufen. Seltenes interessantes Stück. Länge 105 cm.

Degen-norddeutsch-665 mit interessanter Klinge
Degen mit muldenartigen Vertiefungen und kurzen Kehlungen auf der Klinge
Details der Klinge von Degen-norddeutsch-665
Details der Klinge
Degen-norddeutsch-665 Griff und Details
Details Gefäß mit Griffmanschetten und -spangen und Schmiedemarken der Klinge
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Degen-Zierdurchbrechung-664

Degen-Zierdurchbrechung-664

Degen-Zierdurchbrechung-664, Deutscher Degen aus der Zeit um 1660.

Zweischneidige, im ersten Drittel gekehlte Klinge mit geometrischen Durchbrüchen. Leicht eisengeschnittenes Bügelgefäß mit waagrechter Parierstange und unterem Parierring, Griffbügel mit Nebenspange. Gedrehte Eisendrahtwicklung mit Türkenbünden. Kugelknauf mit Knäufchen. Schönes Exemplar. Länge 103 cm.

Degen-Zierdurchbrechung-664 und Klingenzier
Degen mit geometrischen Klingendurchbrüchen
Degen-Zierdurchbrechung-664 Details vom Gefaess
Details Klingendurchbrüche und Gefäß
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Degen-spanisch-623

Degen-spanisch-623

Degen-spanisch-623, um 1680.  Spanischer Schalendegen, wie er in 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts* in Gebrauch war, wohl mit deutscher Klinge.

Zweischneidige, schmale Klinge mit kurzer Kehlung und Wolfsmarke –wahrscheinlich aus Solinger Fertigung-. Eisernes Gefäß mit gerader Parierstange, die in verstärkte Endknäufe ausläuft. Offener Griffbügel mit Baluster. Große Fingerbügel sowie schalenförmiger, vierfach verschraubter Handschutz. Griffwicklung aus Eisendraht mit Türkenbünden. Ovaler, facettierter Knauf.

Lederscheide mit eisernen Beschlägen, verzierte Tragespange. Gesamtlänge ca. 120 cm.

*Zum Ende des 17. Jahrhunderts waren Degen mit Schalen- oder Glockengefäß i.d.R. nur noch in Spanien in Gebrauch, während man in Mitteleuropa schon die „moderneren“ einfacheren Bügelgefäße, teilweise bereits aus Messing gefertigt, führte. Das traditionsbewußte Spanien, das noch von seiner Stellung als einstige Weltmacht träumte, setzte aber weiterhin auf seine ehemals berühmten Seitenwaffen-Typen. Um 1700 war Solingen die Nummer 1 der Blankwaffenproduktion und hatte dem einst stolzen Toledo den Rang abgelaufen. Solinger Klingen wurden in großen Mengen exportiert, sogar nach Spanien und in dessen Kolonien, so dass auch Kombinationen aus spanischen Gefäßen und Solinger Klingen zu finden sind.

Degen-spanisch-623 mit lederscheide in komplettansicht
Schalen-Degen mit Lederscheide und verzierten Details
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Breitaxt-682

Breitaxt

Breitaxt, kroatisch um 1600. Rückenklinge, flache hochrechteckige Hammerbahn, auf einer Seite eingeschlagene stilisierte Blumen und Kreisdekor, Tülle mit rundem Querschnitt an zwei Blattfedern, alt ergänzter Weichholzschaft. Länge 190 cm.

*Vgl. Müller/Kölling „Europäische Hieb- und Stichwaffen“, Brandenburgisches Verlagshaus, 1990, unter Abb. 213

Breitaxt
Zweihand-Axt mit gemeiseltem Dekor auf dem Klingenblatt

 

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Bidenhänder-674

Bidenhänder

Bidenhänder (Flammberg), um 1580  Eisenmontiert, runder Knauf mit Kerbzier, lederbezogene in der Mitte knotenartig verdickte Hilze. Flache abwärtsgerichtete Parierstange, sowie doppelter Parierring mit eingesetztem Stoßboden. Leichter Kerbschnitt. Die Fehlschärfe mit originalem, gemustertem Lederbezug. Zwei relativ große abwärts gebogene Parierhaken. Geflammte Klinge, versetzt geschliffen, im Ansatz 50mm, zum Ort hin breiter werdend. Seltener Typus. Länge 164 cm.

Bidenhaender beziehungsweise Flammberg
Bidenhänder mit geflammter, versetzt geschliffener Klinge
Details vom Gefaess des Bidenhaender
Details, Gefäß mit Parierringen, belederte Fehlschärfe mit Parierhaken