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Asiatika buddhistische Kunst

Padmasambhava-Thangka-301

Padmasambhava-Thangka-301, hier ist Padmasambhava (bzw. Guru Rinpoche), der den Buddhismus nach Tibet brachte, auf einem Thangka dargestellt.

Himalaya-Region, traditionelles tibetisches Rollbild mit feiner Brokatumrandung , Mineralfarben auf Leinwand, Maße mit Stoffapplikation: H x B  = ca. 124 cm x 74 cm, Bild-Maße: 80 cm x 48 cm.

Zur historischen Beschreibung siehe Padmasambhava-230 und Bedeutungen unter Kapitel 5.1.

Im Zentrum des Bildes ist Padmasambhava auf dem Lotosthron mit seinen typischen Attributen: Vajra, Nektargefäß und Kathvanga dargestellt. Über ihm -in einer Wolke schwebend- sehen wir verschiedene Lamas und Gurus, sowie ganz oben der blaue Adi-Buddha Samantabhadra. Links und rechts von ihm sind seine Gefährtinnen, die indische Prinzessin Mahadarava und die tibetische Dakini Yeshe Khado (Khadama) dargestellt.  Im unteren Teil des Thangkas ist mittig ein Lama sowie links und rechts davon ein Dharmapala abgebildet. Der linke ist der 9-köpfige Rahula auf der rechten Seite ist Dorje Legpa (Vajrasadhu).

Ein echtes Thangka entsteht in sorgfältiger Detailarbeit. Für die Darstellung von Personen gibt es Regeln sowohl für die Bemaßung der Körperproportionen als auch die Position im Gesamtbild. Das Zeichnen erfolgt mit verschiedenen Pinseln, wobei für ganz feine Details z.B. Katzenhaare oder Nadeln benutzt werden. Die Pigmentherstellung erfordert ebenfalls besondere Sorgfalt. Als Ausgangsmaterialen werden hauptsächlich mineralische Rohstoffe wie Malachit (grün), Lapislazuli (blau), Zinnober (rot) sowie Gold und Silber eingesetzt. Spezielle Meditationen dienen als Vorbereitung für langwierigen Prozeß. Durch Fein-Mörsern, Extrahieren der Verunreinigungen und Binden mit pflanzlichem Kleber entsteht das fertige Pigment. Die Vollendung des Kunstwerks erfolgt in mühevoller Detailarbeit und nimmt in der Regel mehrere Monate in Anspruch. Ein gut verarbeitetes Thangka hat eine lange Überlebensdauer. Die mineralischen Farben sind lichtecht und bleichen nicht aus, selbst nach vielen Jahren und mehrfachem Zusammen- und Aufrollen entfaltet es immer wieder von neuem seine Pracht.

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Rollbild mit Brokatumrandung
Thangka-Rollbild mit Stoffrumrandung
das abgedeckte Thangka zum Transportieren
das verdeckte Padmasambhava-Thangka-301 zum Einrollen für den Transport
detail-darstellung vom padmasambhava-thangka
Padmashambhava, Darstellung im Detail
unterer teil des thangkas
Darstellung im unterer Teil des Rollbildes

 

 

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Vajravarahi-206

Vajravarahi-206

Vajravarahi-206 oder tibetisch „Dorje Phagmo“ ist eine tantrische Gottheit des Vajrayana. Sie gilt als eine besondere Erscheinungsform der Sarvabuddha-Dakini (Vajrayogini). Der kleine Schweinskopf seitlich im aufgerichteten Haar und die Stellung der Beine unterscheidet die Vajravarahi („Vajra-Sau“) von der Sarvabuddha-Dakini. Ansonsten wird sie mit gleichem Gesicht, ähnlicher Pose und mit gleichen Attributen (mit oder ohne magischen Stab) dargestellt. Sie ist jung, in der Blüte ihrer Jugend und nur spärlich bekleidet, über den Lenden trägt sie lediglich ein Tigerfell. Ihr Leib ist unter anderem mit einer Kette aus Totenschädeln geschmückt. In der linken Hand hält sie eine Schädelschale (Sanskrit: kapâla). In der Rechten schwingt sie ein Hackmesser (Sanskrit: kartri, kartrikâ).

Für viele Mahayana-Buddhisten gilt sie als Erscheinungsform der Schutzgöttin Marici. Zusammen mit dem Yidam Chakrasamvara wird Vajravarahi -als seine Partnerin- oft in der Vereinigungspose (Yab-Yum) dargestellt.

Vajravarahi-206: Nepal, sehr fein bearbeiteter Bronzeguss aus der „verlorenen Form“, vergoldet und mit Mineralfarben bemalt. Höhe ca. 23 cm.

Vajravarahi-206 mit Saukopf im Haar
Vajravarahi mit Schweinskopf im Haar
Vajravarahi-206 von oben
Vajravarahi tanzt auf einem liegenden Menschen
Vajravarahi-206 von der Seite
tanzende Vajravarahi vor Flammenaureole
Vajravarahi-206 Ansicht von hinten
Vajravarahi-Dakini Rückansicht