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Ganesha-216

Ganesha-216

1 Bezeichnungen

Ganesha-216 ist eine der beliebtesten Formen des Göttlichen im Hinduismus und Buddhismus.

Die Sanskrit-Bezeichnung „Ganesha“ setzt sich zusammen aus den Wörtern „Isha“ (Herr) und „Gana“ (der Scharen). Weitere verbreitete Namen sind unter anderem Ganapati (‚Gebieter der Scharen‘), Vinayaka (‚Entferner [der Hindernisse]‘), Vighnesha (‚Herr der Hindernisse‘), Vigneshvara („Zerstörer der Hindernisse“), Vighnantaka, Varada („der Wohltaten Schenkende“), Siddhita („der, der Erfolg bei der Arbeit schenkt“) sowie Ekadanta („Der mit dem einen Stoßzahn“).

Auf Sri Lanka verehren ihn die Tamilen als „Pillai“ oder „Pillaiyar“, bei den Singalesen ist er als „Gana deviyo“ bekannt.

In Tibet wird Ganesha / Ganapati  als“tsog gi dag po“ oder „mar chen“ bezeichnet.

Die Burmesen in Myanmar nennen ihn „Maha Peinne“ und ihn Thailand ist Ganesha als „Phra Pikanet“ bekannt.

2 Mythologie

2.1 Geburt

Ganesha gilt allgemein als Sohn von Shiva und Parvati.

Es gibt viele Geschichten über ihn, so soll er nach einer Legende ursprünglich keinen Elefantenkopf, sondern einen menschlichen Kopf gehabt haben und Parvati, Shivas Ehefrau, habe ihn in Abwesenheit ihres Ehemannes geschaffen. Sie formte aus dem Lehm, mit dem sie zuvor ihren Körper eingerieben hatte einen kleinen Jungen, übergoss ihn mit Wasser aus dem Ganges und erweckte ihn so zum Leben. Danach setzte sie ihn als Wache vor ihr Haus. Als Shiva nach Hause kam, versperrte der junge Ganesha ihm den Weg und ließ ihn nicht hinein. Shiva wurde wütend und schlug ihm den Kopf ab, nicht wissend dass es sich um den Sohn seiner Frau handelte. Darüber war Parvati zutiefst betrübt, aber Shiva tröstete sie mit dem Versprechen, er wolle das abgetrennte Haupt durch den Kopf des Wesens ersetzen, dem er zuerst begegnen werde. Dies war ein Elefant, als setzte Shiva dessen Kopf auf Ganeshas Rumpf, um ihn ins Leben zurückzubringen. Dadurch wurde Ganesha, der vorher nur Parvatis Sohn war, auch zum Sohne Shivas.

In anderen Geschichten erschafft Shiva Ganesha ohne Zutun einer Frau, und in den Erzählungen der Vishnu-Mythologie wird der Elefantenköpfige als Sohn Vishnus betrachtet.

2.2 Weisheit

Eine Erzählung berichtet davon, wie Shiva und Parvati ihre Kinder Ganesha und Skanda zu einem Wettbewerb aufforderten, bei dem der Sieger eine Frucht als Belohnung erhalten sollte. Die Aufgabe bestand darin, die Welt als erster zu umrunden. Skanda nahm seinen Pfau und schaffte es innerhalb eines Tages. Der kluge Ganesha umrundete einfach dreimal seine Eltern, die für ihn das Universum darstellten. Von seiner Pfiffigkeit beeindruckt erklärten seine Eltern Ganesha daraufhin zum Sieger.

Ganesha ist ein typischer Volksgott, der als Gott der Weisheit, Beseitiger aller Hindernisse und Überbringer des Glücks gesehen wird. Vor Beginn einer Reise, einer Geschäftsverhandlung oder einer wichtigen Prüfung wird wird Ganesha aufgerufen und verehrt. Ebenso wenn ein junger Mensch sich entscheidet zu heiraten, dann werden ihm zur Hochzeitszeremonie Opfer dargebracht (oft in Form von Kokosnüssen und Süßigkeiten, damit er Glück bringt, das junge Paar schützt und diesen Übergang in ein ganz anderes Lebensstadium begleitet. Er ist „verheiratet“ mit Siddhi (mystischer Kraft) und Buddhi (Einsicht). Er gilt als Schutzherr der Wissenschaften, der Schriften und der Ausbildung.

 

2.3 Ganesha und der Stoßzahn

Viele Mythen handeln davon, wie Ganesha seinen Stoßzahn verlor. Eines Tages war Ganesha vollgefressen und stolperte mit seiner Ratte über eine Schlange. Dabei platzte sein Bauch und sein Essen fiel heraus, so dass Ganesha ihn mit einer Schlange wieder zubinden musste. Der Mond Soma machte sich daraufhin über ihn lustig. Daraufhin erboste Ganesha und riss sich seinen Stoßzahn aus und warf ihn auf den Mond, der sich darauf sofort verdunkelte. Da es nun keinen Mondschein mehr gab, baten die Götter Ganesha seinen Fluch zurückzunehmen, woraufhin Ganesha ihn in ein sporadisches Abmagern umwandelte. Dieser Mythos liefert eine Erklärung für die Entstehung der verschiedenen Mondphasen.

2.4 Bedeutungen

Ganesha wird dargestellt mit Elefantenkopf und dickem Bauch, denn er liebt so sehr das Essen, vor allem Süßigkeiten. Häufig sehen wir ihn vierarmig auf einem Thron sitzend zusammen mit seinem „Reittier“ der Maus. Als „Omkara-Ganapathi“ zeigt er seine gesamte Gestalt stehend mit zwei Armen. „Nritya-Ganapathi“ ist die Erscheinungsform des tanzenden Ganesha. In dieser Variante hat er meist sechs Arme (manchmal auch zehn) und tanzt den kosmischen Tanz auf der Maus.

Ganesha ist wie die Elefanten in Asien sehr beliebt. Bewundert wird seine Kraft und seine Weisheit, die ja viel Platz in in dem großen Kopf hat. Außerdem spielen die Darstellungen auf die Vereinigung der Gegensätze (Polaritäten) an. Die kleine Maus ist das „Reittier“ des großen Elefantenwesens! Der übergewichtige Vielfrass mit seinem Hang zu Süßigkeiten und der treue, tapfere Wächter, der das Heim seiner Mutter beschützt (bis Shiva ihm den Kopf abschlägt.) Vielleicht steckt darin die Botschaft, dass wir den Genüssen des Lebens nicht entsagen müssen, dass sie auch dazugehören, wir uns in gewissen Phasen aber auch der Disziplin erinnern und weise handeln sollten, wie Shiva, der zuerst wütend war, dann aber Einsicht zeigte und sein voreiliges Handeln auf kluge Weise wieder gut machte, indem er Ganesha einen neuen Kopf besorgte. Shiva und Parvati hatten wieder zusammengefunden und Ganesha als gemeinsamen Sohn akzeptiert. Als tanzender Ganesha zeigt er Parallelen zu Shiva NatarajMit den Schaukelbewegungen seines linken und rechten Fusses läßt Ganesha (auf der Maus tanzend) die Welt entstehen und wieder verschwinden. Damit verkörpert er den Herzschlag des Universums, der alle bestehenden Erscheinungsformen vereint.

3 Beschreibung von Ganesha-216

Wir sehen Ganesha-216 im Heldensitz (Virasana) auf einem Lotos-Thron. Auf seinem Haupt trägt er eine geschmückte Krone. Der Kopf ist mit Mineralfarben und Goldpulver bemalt. Der linke Stoßzahn ist etwas kürzer und abgebrochen. Seine großen Ohren sind farblich hervorgehoben. Über seinen Oberkörper und den dicken Bauch hängt eine vergoldete Schlange. In seinen vier Armen hält er verschiedene Attribute: eine Kokosnuss, eine Axt (Parashu), eine Gebetsschnur (Akshamala) und einen weiteren Gegenstand. Vor seinen Füßen kauert eine Maus.

Sehr schöne Bronze-Skulptur aus der „verlorenen Form“ gegossen und detailliert nachbearbeitet. Bemalungen aus Mineralfarben und Goldpulver. Teilweise feuervergoldet. Herkunft: Nepal.

Höhe: 12 cm, Breite 12 cm.

frontansicht des sitzenden Ganesha-216
sitzender Ganesha-216, Frontansicht
seitenansicht von Ganesha-216 rechts
feuervergoldete Bronze, rechte Seite
details der linken seite von Ganesha-216
Ganesha-216 von der linken Seite
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Bergkristall-Ganesha-229

Bergkristall-Ganesha-229

Allgemein

Bergkristall-Ganesha-229: Einer der bekanntesten Götter in Asien ist Ganesha. Er gilt als Sohn von Shiva und Parvati (siehe auch Ganesha-216). Der beliebte Hindugott wurde auch in buddhistischen Pantheon aufgenommen. Doch es gibt Hinweise, dass Elefanten in einigen Regionen Asiens schon in der Steinzeit verehrt wurden.

Phra Pikanet

Ganesha nennt man in Thailand „Phra Pikanet. Da er als Beseitiger von Hindernissen gilt, bringen thailändische Buddhisten ihm vor wichtigen Ereignissen ein Opfer dar, um ein gutes Gelingen zu erreichen, z.B. Studenten vor dem Examen, Verliebte vor der Hochzeit, Geschäftsleute vor wichtigen Vertragsverhandlungen usw. Außerdem wird Ganesha wegen seiner Liebe zu den schönen Künsten geschätzt und gilt als Förderer der Kreativität. Aus diesem Grunde ist ein Abbild des Gottes mit dem Elefantenkopf in das Logo des thailändischen „Departments of Fine Arts“ integriert worden.

In Thailand gibt es viele Ganesha-Schreine. Zu den bekanntesten gehört der in Ratchaprasong/Bangkok sowie der nahe dem Business-Center in Chiang-Mai. Die größten Feierlichkeiten zu Ehren Ganeshas finden im August bzw. September am Shiva-Tempel in Bangkok und dem  Utthayan Ganesh Temple in Nakhon Nayok In Thailand statt, wo Buddhisten gemeinsam mit Hindus an den Zeremonien teilnehmen.

Weitere Elefantenwesen

Außerdem werden in Thailand traditionell auch weiße Elefanten verehrt, da nach einer Legende Maya, die Mutter Buddhas, in einem Traum von einem weißen Elefanten berührt und dadurch schwanger wurde.

Weiterhin genießt das Elefantenwesen Erawan (nicht zu verwechseln mit dem Erawan-Schrein in Bangkok), die thailändische Form des mythischen Airavata, eine große Bedeutung. Es gibt davon recht große Skulpturen, meist mit 3 Köpfen.

 

Beschreibung

Der Bergkristall-Ganesha-229 wurde aus einem klaren, großen Stück Bergkristall herausgeschliffen. Der Elefantengott wird hier zweiarmig und stehend dargestellt. Wie üblich hat er nur einen Stoßzahn, trägt auf dem Kopf eine geschmückte Kappe und hat einen nackten Oberkörper. Auf seinem großen Bauch spiegelt sich das einfallende Licht.

Bergkristall gehört zur Familie der Quarze und besteht im wesentlichen aus Siliziumdioxid. Er gehört zu den wichtigsten Edel- und Heilsteinen überhaupt und wird in vielen Regionen zu rituellen Zeremonien und Heilzwecke eingesetzt. Im Buddhismus gilt der Bergkristall als Meditationshilfe, die zu bodhi, dem Erwachen führen kann. In der Edelsteinheilkunde wird er wegen seiner klärenden und reinigenden Wirkung geschätzt, außerdem soll er die Nerven stärken und die Drüsentätigkeit anregen. Die feine Handarbeit stammt aus Thailand und hat die Maße (HxBxT): 11,0 x 4,5 x 3,5 cm.

ansicht der vorderseite von Bergkristall-Ganesha-229
Ansicht Vorderseite
details auf der rueckseite von Bergkristall-Ganesha-229
Rückseite des Bergkristall-Ganesha-229

 

 

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Reiterhammer-721

Reiterhammer-721

Reiterhammer-721, sächsisch um 1580. Vierkantiger, leicht gebogener Schnabel mit aufgehämmerten Silberverzierungen. Vielfach abgestuftes Mittelteil. Runder Hammerhals mit achtkantigem Hammerkopf, dieser von fein ziselierter Silberkappe überzogen.

Eiserner Schaft, mit Silberhilze ummantelt. Feinst getrieben und ziseliert in floralem Dekor mit Ranken, Blüten und Bandwerk. Die verschiedenartigen Verzierungen auf dem Schaft werden von Balustern mit geschnürlten Ringen abgegrenzt. Der zwiebelförmige Balanceknauf ist ebenfalls mit Silber belegt und kunstvoll verziert. Den Abschluss bildet ein eiserner Vernietknauf.

Sehr schöner und hochwertig verarbeiteter Reiterhammer in gutem Erhaltungszustand, von musealer Qualität. Obwohl dieses Stück auch im Kampf einsetzbar wäre, handelt es sich hier wohl um ein Würdezeichen für einen hochgestellten Rottmeister oder einen wohlhabenden Adligen. Länge ca. 65 cm.

Einen Reiterhammer für den Gebrauch auf dem Schlachtfeld findest Du hier: Reiterhammer-693

gesamtansicht des objektes Reiterhammer-721
Reiterhammer-721, Gesamtansicht
kopfteil von Reiterhammer-721
Kopfteil mit Silbereinlagen
hammerhals mit silberkappe und abgestuftem mittelstueck von Reiterhammer-721
Hammerhals mit Silberkappe und mehrfach abgestuftem Mittelteil
schnabel von Reiterhammer-721 mit aufgehaemmerter silberverzierung
Schnabel mit aufgehämmerter Silberverzierung
details der silberhuelse um den eisernen schaft
ziselierte Silberhülse um den eisernen Schaft
detailansicht des griffteils von Reiterhammer-721
Griffteil mit Knauf
detailansicht des knaufes mit seinen kunstvoll verarbeiteten silberauflagen
kunstvolle Silberverzierung am vernieteten Knauf

 

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Reiterhammer-693

Reiterhammer-693

Reiterhammer-693: Diese Waffe (auch Streithammer oder Fausthammer genannt) entwickelte sich im Laufe der Zeit wie der Streitkolben aus einer ursprünglichen Infanteriewaffe zu einer Zweitwaffe für die Kavallerie. Mit ihm konnte der Reiter im Nahkampf den Harnisch seines Gegners durchstoßen oder Rüstungsteile wegreißen. Beim Zuschlagen konzentrierte sich die gesamte Wucht auf die Spitze der Waffe, so dass sie auch massive Panzerung durchdringen konnte. Aufgrund der Ähnlichkeit mit Vogelschnäbeln wird die Spitze auch Papageien-Schnabel genannt.

Der Reiterhammer war im 15. und 16. Jahrhundert bei der Kavallerie als Waffe für den Nahkampf weit gebräuchlich. Die Deutschen und Franzosen führten ihn am Sattelknopfe, die Italiener trugen ihn am Gürtel, weshalb ihre Reiterhämmer mit Gürtelhaken ausgestattet wurden. Ab dem 17. Jahrhundert hat man sie nur noch selten im Kampf verwendet. Als Würdezeichen für Rottmeister und Adelige blieben sie aber immer noch hoch geschätzt. Für diesen Zweck erhielten sie dann auch eine besonders hochwertige Verzierung mit Edelmetallen oder Schmucksteinen.

Reiterhammer-693, wohl italienisch 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts mit rhombischem Papageienschnabel. Geschwungene, vierkantige Hammerfläche mit verbreitertem Abschluss. Am Kopfteil zweifach vernietete Gürtelspange. Massiv geschmiedeter, kantiger Eisenschaft. Die Griffhülse aus hellem, geriffeltem Horn, abgegrenzt von kantigen Eisenmanschetten. Der abschließende Knauf besitzt eine Lochung zum Anbringen einer Handschlaufe. Effektive Nahkampfwaffe in guter erhaltung. Länge ca. 61 cm.

siehe auch Reiterhammer-721 als Würdezeichen

gesamtansicht von Reiterhammer-693
Reiterhammer-693, Gesamtansicht
detailansicht des rhombischem Papageienschnabels, der geschwungenen Hammerfläche und der vernieteten Guertelspange
Hammerkopf mit vernieteter Gürtelspange
details des griffes und des knaufes von Reiterhammer-693
Griffhülse aus Horn, Knauf mit Lochung
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Streitkolben-618

Streitkolben-618

Streitkolben-618: Kräftiger Streitkolben, wohl italienisch Mitte des 16. Jahrhunderts. Der Kopf verfügt über sechs Schlagblätter, jeweils mit Dreipass-Durchbohrung, und einer kantige Spitze. Hohl geschmiedeter und tordierter Eisenschaft mit erhabenen Streifen. Gefurchtes Griffstück mit Tannenzapfenmuster. Der halbkugelförmige Knauf ist in entgegengesetzter Richtung zum Schaft verdreht. Oberhalb des Griffes ist im Schaft eine Bohrung mit durchgeführtem Tragering zur Befestigung einer Handschlaufe. Hervorragende Schmiedearbeit und guter Erhaltungszustand. Länge 58 cm.

Wuchtige Waffe für den Nahkampf gegen gepanzerte Reiter (siehe auch Streitkolben-617).

gesamtansicht von Streitkolben-618
wuchtiger Streitkolben mit schöner Schmiedearbeit (zum Vergrößern anklicken)
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Streitkolben-617

Streitkolben-617

Streitkolben-617, wohl Sachsen 16. Jahrhundert. Im Nahkampf von Reiter gegen Reiter erzielte das Schwert gegen die gepanzerten Kämpfer oft nicht die gewünschte Wirkung. Deshalb rüstete man die Reiter zusätzlich mit einer kurzen Schlagwaffe aus. Das war i.d.R. ein Streitkolben oder Reiterhammer. Im 16. Jahrhundert waren diese Waffen komplett  aus Metall gefertigt. Mit dem Streitkolben konnte man im Schlachtengetümmel dem geharnischten Gegner (Kürisser, Lanzierer etc.) schwere Verletzungen zufügen und ihn kampfunfähig machen.  Manchmal wird er auch als „Kürissbengel“ oder „Faustkolben“ bezeichnet. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts kamen diese Kurzwaffen seltener zum Einsatz, wurden dann aber -oft in verzierter Form- als Würdezeichen  hochrangiger Offiziere oder Fürsten weitergetragen. Aus dem Streitkolben entwickelte sich letztendlich auch das „Szepter“.

Der abgebildete Streitkolben-617 hat einen Kopf, der norditalienischen Ausführungen um 1550 gleicht, während die Form des gekanteten Knaufes eher auf Sachsen hinweist. Der Kolben ist mit 6 kurzen Schlagblättern bestückt, jedes davon verfügt über einen „Dreipass-Durchbruch“. Weiterhin hat er eine kleine kantige Spitze. Der sechskantige Schaft geht in ein eisernes Griffstück mit Tannenzapfenmuster über und wird von einem ebenfalls sechskantigen Knauf abgeschlossen. Im Schaft befindet sich oberhalb des Griffes eine Bohrung mit einem durchgeschobenen Tragering zur Befestigung einer Handschlaufe. Gut zu führender Streitkolben mit alter Hämatit-Patina. Länge 57 cm.

Gut zu führende Nahkampfwaffe (siehe auch Streitkolben-618).

Streitkolben-617 gesamtansicht
sechsblättriger Streitkolben mit hohlgeschmiedetem Eisenschaft

 

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Kapala-219

Kapala-219

sanskrit für Schädelschale, tibetisch „thod pa“. Ritualgegenstände wie das Kapala-219 werden für tantrische Zeremonien benutzt. Dabei wird -symbolisch- der gefangene Dämon mit einem Hackmesser (Kartika) zerstückelt, das Blut in einer Kapala aufgefangen und getrunken. Damit nimmt der Trinkende die Weisheit und die Energie des Dämons in sich auf und kann sie künftig „positiv“ einsetzen.  Die Kapala ist ein wichtiges Attribut für einige tantrische Gottheiten z.B.

Anfangs wurden die Kapalas aus der Kalotte menschlicher Schädel gefertigt. Mit der Zeit ging man immer mehr dazu über sie aus Bergkristall heraus zu schleifen. (Der klare Bergkristall gilt in allen Kulturen als Heil- und Zauberstein, soll Dämonen und Krankheiten vertreiben, kräftigend wirken und Blockaden lösen). Die Herstellung von großen Schädelschalen aus Bergkristall ist sehr schwierig, da recht große Kristalle gefunden werden müssen, die dann in mühevoller Handarbeit -traditionell mit Sand und einfachen Werkzeugen- bearbeitet werden und zwar so präzise, dass ein Zerspringen des Kristalls vermieden wird. Die Bearbeitung ist sehr zeitaufwendig und benötigt mehrere Monate oder Jahre!

Das hier abgebildete Kapala-219 besteht aus einer gefassten Schädelschale aus Bergkristall (Länge x Breite x Höhe = 21 x 15 x 10 cm) mit einem Deckel aus fein ziseliertem, feuervergoldetem Kupfer. Rings um den Rand des Deckels sind Halbedelstein-Cabochons aus Türkisen und roten Korallen eingearbeitet. Oben im Deckel steckt -im Zentrum eines Doppel-Vajra- ein Totenkopf aus Bergkristall (H x B = 6,0 x 3,5 cm). Das ganze ruht in einem Ständer aus getriebenem, feuervergoldetem Kupfer. Gesamtmaße: H x B x T = 35 x 15 x 21 cm.

Hochwertige Handarbeit aus der Himalaya-Region, die Schädelschale aus Bergkristall entspricht von den Abmessungen her in etwa der Größe einer menschlichen Schädelkalotte. Die Metallteile wurden mit dem Hammer getrieben und fein ziseliert. Sie stellen Pflanzenornamente und buddhistische Symbole dar. Durch die Feuervergoldung wirken sie in einem angenehmen Kontrast.

Kapala-219 gesamtansicht von vorne
Gesamtansicht von Kapala-219
seitenansicht von kapala-219
Seitenansicht
Kapala-219 ansicht von hinten
Ansicht von hinten
das Kapala-219 von oben aus betrachtet
Gesamtansicht von oben
deckel des kapala-219 ohne totenkopf
Deckel des Kapala
(Totenkopf entfernt)
der totenkopf aus dem deckel von Kapala-219
Bergkristall-Totenkopf (aus dem Deckel)
schaedelschale des Kapala-219 von vorne aus betzrachtet
Schädelschale aus Bergkristall von vorne
schaedelschale seitenansicht
Schädelschale von der Seite
schaedelschale aus bergkristall aus der vogelperspektive
Schädelschale von oben
rueckansicht der schaedelschale zu Kapala-219
Rückansicht der Schädelschale
staender fuer Kapala-219 aus vergoldetem kupfer
Ständer aus vergoldetem Kupfer

 

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Phurba-220

Phurba-220

tibetisch für Ritual-Dolch, sanskrit: Kila, Phurba-220 ist ein dreiseitiger Ritualgegenstand bzw. Geisterdolch der in den schamanistischen Traditionen der Himalayaregion sowie im Buddhismus verwendet wird. . Er sollte daher nicht als eine physische Waffe gesehen oder verwendet werden, sondern als ein spirituelles Hilfsmittel.

Ein Phurba dient dazu Dämonen und Krankheiten auszutreiben. Eine weitere Verwendung ist das Binden und Niederhalten „negativer Energien“ und zur Reinigung des Umfeldes. Ein Phurba kann aus verschiedenen Materialien oder Materialkomponenten hergestellt sein, z.B. Messing oder Bergkristall. Tibetische Lamas können angeblich mit Kristall-Geisterdolchen Heilungen vollbringen. Dazu legen sie das Ritualobjekt auf die erkrankte oder schmerzende Körperpartie des Patienten und rezitieren dazu Mantras, die die Heilkraft konzentrieren und durch das Kristallobjekt in den Körper einfließen lassen.

Der dreikantige „Knauf“ des Phurba-220 symbolisiert Dorje Phurba. Hier dargestellt durch die Hälfte eines Dorje (Vajra) aus Silber und drei in das Bergkristall geschliffene Gesichter. Eines davon ist freudvoll, eines friedlich und eines zornig. Der runde „Griff-Teil“ hat in das Bergkristall geschnittene Baluster und wird oben als auch unten von einem Silberband mit jeweils drei fein herausgearbeiteten Gesichtern begrenz. Die „Klinge“ des Phurba-220 hat wieder eine dreikantige, nach unten spitz zulaufende Form mit eingeschnittenen Gesichtern. In der Meditation vernichtet jede Klingenkante eine der drei Grundübel: Gier, Hass und Unwissenheit. Länge: 18,5 cm, Durchmesser: ca. 4,0 cm.

siehe auch Vajrakila (Dorje Phurba).

komplette abbildung des Phurba-220 aus bergkristall
Phurba-220 aus handgeschliffenem Bergkristall und Silberverzierung

 

details der aus bergkristall geschnittenen gesichter des vajrakila beziehungsweise dorje phurba
Detail, die Gesichter des Dorje Phurba (Vajrakila)
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Rad-des-Lebens-300

Rad-des-Lebens-300

(Rad-des-Lebens-300 auch: Rad des Werdens; Sanskrit: Bhavacakra; tibetisch: srid pa ‚khor lo) bezeichnet unter anderem ein Symbol der buddhistischen Meditation.

Wer in der Himalaya-Region ein buddhistisches Kloster besucht, wird im Eingangsbereich fast immer das buddhistische Lebensrad – auch Samsara genannt (Rad-des-Lebens-300) – treffen. Diese Darstellung ist wie kaum eine andere eine Zusammenfassung dessen, wofür der Buddhismus steht, und eine Erinnerung daran, dass jede unserer Handlungen auch Folgen hat. Es ist ein Spiegel, in dem der Mensch sich selbst erkennen kann. Aufgrund der großen Bedeutung wird das Rad des Lebens dort den Kindern schon früh erklärt.

Rad-des-Lebens-300 kleine abbildung zum vergroessern anklicken
zum Vergrößern anklicken !

Das „Rad-des-Lebens-300“ wird von einem furchterregendem Wesen getragen, das meist als der Totengott Yama, gelegentlich aber auch als Mara, dem Dämon der Verführung interpretiert wird.

Bedeutung der einzelnen Bereiche im Rad-des-Lebens-300:

Das Lebensrad ist wie ein Rad an einem Fahrzeug aufgebaut. Im Zentrum, das in etwa der Radnabe entspricht, ist der innere Kreis, dieser wird von einem weiteren Kreis umschlossen. Von hier aus entspringen strahlenförmig 6 dünne Balken -ähnlich den Speichen einer Kutsche- die den großen Hauptkreis in 6 Segmente aufteilen.

Auf dem Außenring des Lebensrades sind ähnlich wie auf dem Zifferblatt einer Uhr 12 verschiedene Daseinsfaktoren abgebildet.

Die beiden Kreise im Zentrum

Das Rad-des-Lebens-300 wird hier von drei Tieren angetrieben, die sich im inneren Kreis befinden: Schwein, Schlange und Hahn. Jedes Tier beißt in den Schwanz des vorangehenden, so dass sie eine Kette bilden. Die Kraft, die ein Rad antreibt, setzt an seiner Nabe an. Somit bilden die drei Symbole die Triebkraft für das ganze Rad. Diese drei Triebkräfte werden im Buddhismus auch „Die Drei Unheilsamen Wurzeln“ bzw. „Gifte“ genannt. Der Hahn steht für Gier und Wollust, die Schlange für Haß und Neid, das Schwein für Verblendung. Diese drei Gifte sind es, die uns vorrangig im Rad des Lebens gefangen halten. Denn das Ziel ist es, sich aus diesem Kreis der Wiedergeburten zu befreien, um letztendlich ins Nirvana zu gelangen.

Der innere Kreis wird von einem zweiten Kreis umschlossen, der in zwei Teile aufgeteilt ist: die rechte, dunkle Hälfte repräsentiert die Triebkräfte des Körpers und zeigt aneinander gefesselte Wesen, die von Dämonen getrieben werden. Die linke, helle Hälfte steht für die vergeistigten, höheren, ethischen Werte. Dort sind Menschen abgebildet, die ein besseres und weniger grauenvolles Dasein fristen.

rad-des-lebens-300 die beiden inneren kreise
Die beiden inneren Kreise

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1. Segment – Welt der Hungergeister

Zwischen den Speichen sind sechs Bereiche des Lebens dargestellt, in denen eine Wiedergeburt erfolgen kann. Die oberen drei stehen für die wünscheswerteren, die unteren drei für die unbequemen Möglichkeiten einer Wiedergeburt. Wir beginnen mit dem ersten Segment im Uhrzeigersinn rechts (3-4 Uhr) in der unteren Hälfte vom Rad-des-Lebens-300:

Wir sehen die Hungergeister, diese können wegen ihres engen Halses nichts essen und müssen daher zeit ihres Lebens Hunger und Durst leiden. Es ist vor allem die Gier, die sie in diesen Bereich gebracht hat. Der Buddha, der in der Darstellung des Reiches der unbefriedigenden Begierden gezeigt wird, setzt der Gier und dem Geiz symbolisch die Tugend der Freigiebigkeit entgegen. Diese Metapher möchte uns sagen: Bist du gierig, sieht so dein Karma aus. Willst du das nicht, sei großzügig und bringe Opfer.

rad-des-lebens-300 segment 1
Das 1. Segment (rechts 3-4 Uhr)

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2. Segment – die Hölle

Wer hier landet, muss die schlimmsten Qualen, furchtbare Hitze und Kälte erleiden. Die Darstellungen variieren und erinnern in vielerlei Hinsicht an christliche Höllenvorstellungen. Da brennt man im Feuer, man wird gekocht und verspeist, Menschen werden gefoltert. Im Zentrum tanzt ein Dharmapala, darüber sitzt ein meditierender Buddha, der auf einen Weg aus der Hölle weisen möchte.

rad-des-lebens-300 segment 2
2. Segment (5-7 Uhr)

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3. Segment – Welt der Tiere

Wer sich in seinem vorhergegangenen Leben insbesondere durch Willensschwäche, Mangel an Selbstbeherrschung oder Unwissenheit ausgezeichnet hat, wird hier hineingeboren, in das Reich der Triebe, des Animalischen, der Furcht und Unwissenheit. Hier laufen Tiere wild und unkontrolliert umher, Menschen werden von ihnen gefressen, es fehlt der menschliche Verstand. Am Außenrand sitzt ein Buddha Shakyamuni, der dem Gläubigen Unterstützung geben kann.

rad-des-lebens-300 segment 3
3. Segment (8-9 Uhr

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4. Segment – Welt der Menschen

Im Bereich der Menschen leiden die Menschen durch ihren Egoismus und ihre Leidenschaften an Krankheit, Alter und Tod. Generell aber ist dieser Lebensbereich der günstigste aller sechs, da der Mensch hier Zugang zur buddhistischen Lehre hat, und so die Möglichkeit hat, aus dem Lebensrad auszutreten, um ins Nirvana zu gelangen. Der sitzende Buddha, der hier dargestellt wird, steht für diese Möglichkeit.

rad-des-lebens-300 segment 4
4. Segment (9-10 Uhr)

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5. Segment – Welt der Götter

Es ist das Reich des Genusses, der Glückseeligkeit, ohne sich anstrengen zu müssen. Da die hier lebenden Wesen nicht erleuchtet sind, laufen sie jedoch Gefahr, in ihrer Verblendung Stolz und Hochmut zuzulassen, womit sie früher oder später diesem glücklichen Zustand wieder entgleiten und in niedrigere Daseinsbereiche wiedergeboren werden können.  Der Bodhisattva Avalokiteshvara -hier als tausendarmiger Sahasrabuja– weist den Weg aus diesem Bereich, indem er die Tugend der Meditation verkündet.

rad-des-lebens-300 segment 5
5. Segment (11-1 Uhr)

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6. Segment – Welt der kriegerischen Halbgötter

Hier befinden sich die kriegerischen Asuras (Halbgötter). Obwohl sie sehr reich sind, müssen sie jedoch -im Gegensatz zu den Göttern- etwas für dieses Dasein tun. Sie sind ständigem Kampf und Streit mit den Göttern und versuchen ihren Platz einzunehmen, was ihnen aber nicht gelingt. Es bleibt ihnen keine Zeit, die buddhistischen Lehren zu praktizieren. Ihre charakteristische Emotion ist Eifersucht, diese hält sie im Samsara, dem Kreislauf der Geburten, gefangen. Der historische Buddha Gautama, der in diesem Bereich erscheint, weist sie darauf hin.

rad-des-lebens-300 segment 6
6. Segment (2-3 Uhr)

Auch wenn die Welt der Menschen die erlösungsgünstigste ist, ist keine der sechs Bereiche ausweglos. Um dies zu verdeutlichen finden sich in allen sechs Welten Buddhas, die einem den Weg aus dem selbstgeschaffenen Dilemma weisen.

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Der zwölfteilige Außenring

Im Außenring vom Rad-des-Lebens-300 sind die verschiedenen Daseinsfaktoren dargestellt, die das Leben jedes Menschen bestimmen. Sie werden als zwölf Glieder (nidana) einer Kette beschrieben, die den Menschen immer wieder hineinzieht in den Kreislauf von Geburt und Tod. Jedes der zwölf Glieder ist nicht alleinige Ursache, sondern eine von mehreren Bedingungen dafür, dass das nächste Glied entsteht.

Die Beschreibung der zwölf Stationen beginnt oben in der Mitte und geht im Uhrzeigersinn weiter.

  1. Eine blinde Greisin mit Topf und Stock, die aus der Sicherheit des Hauses dem Abgrund zutappt, symbolisiert die Unwissenheit, die daran schuld ist, dass die meisten Menschen dem Wiedergeburtenkreislauf verhaftet bleiben. Als Folge der Unwissenheit entwickeln sie Tatabsichten (samskara) und schaffen Karma, das sich als zukünftige Wiedergeburt auswirkt.
  2. Die Tatabsichten werden durch einen Töpfer dargestellt, der Schalen und Krüge für den zukünftigen Gebrauch herstellt. (= Werke der Willenskraft)
  3. Von den Tatabsichten programmiert, ergreift das Bewusstsein nach dem Tode eine neue Existenzform, wie ein Affe, der sich von einem Ast zum anderen schwingt.
  4. Die neue Existenzform beginnt mit der Entstehung von Name und Körper, worunter die geistigen und physischen Komponenten der Person zu verstehen sind. Diese sind wie zwei Männer in einem Boot aufeinander angewiesen und müssen solange zusammen bleiben, bis der Strom überquert ist.
  5. Die Sechs Sinne des Menschen (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten und Denken) sind vergleichbar mit einem Haus mit sechs Fenstern.
  6. Durch diese Fenster schaut er in die Welt, so dass Berührung mit den wahrgenommenen Objekten zustande kommt, symbolisiert durch ein Liebespaar beim sexuellen Akt..
  7. Aus der Berührung erwächst Empfindung, oft schmerzhafte wie der Pfeil im Auge, noch öfter verlockende.
  8. So entsteht Begierde oder Durst (Tanha), dargestellt durch die Kanne, die mit Gerstenbier gefüllt ist. Die Begierde veranlasst die Wesen, nach dem Tode wiederum eine neue Existenzform zu ergreifen.
  9. Aus der Begierde, die nur kurzfristig befriedigt wird, erwächst eine noch stärkere Form der Gier. Der Mensch ist nun Sklave seiner Leidenschaften. Diese Daseinsform symbolisiert hier ein Affe, der einen Ast gepackt hat, um Früchte zu pflücken.
  10. Das Werden des neuen Wiedergeburtswesens versinnbildlicht das Paar bei der Zeugung bzw. die schwangere Frau.
  11. Die Geburt in eine neue Daseinsform ist die nächste Station und wird durch eine Gebärende veranschaulicht.
  12. Alter und Tod schließen das Rad des Werdens. Ein verstorbener Mensch wird an der Leichenstätte für die Zerstückelung vorbereitet, um dann letztendlich von Geiern und Schakalen gefressen zu werden.

zur Ansicht hier klicken!

Rad-des-Lebens-300: Ein hochwertiges Kunstwerk aus Nepal von einem Meister seiner Gilde in mühevoller Handarbeit geschaffen. Die feine Goldmalerei im Zusammenspiel mit Mineralfarben auf schwarzer Leinwand schaffen klare Kontraste und lassen kleinste Details für den Betrachter deutlich erkennen. Der schwarz-goldenen Holzrahmen akzentuiert das Thangka und bereitet es für die Positionierung im Wohnbereich eines Kunstliebhabers vor. Maße: H x B = 65 cm x 80 cm.

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Life-of-Buddha-Thangka-303

Life-of-Buddha-Thangka-303

Künstlerisch hochwertig ausgeführtes Rollbild (Life-of-Buddha-Thangka-303), welches die verschiedenen Stadien im Leben des historischen Buddha Siddhartha Gautama darstellt.

Life-of-Buddha-Thangka-303 verkleinerte abbildung
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  1. Zeugung
  2. Geburt des Prinzen Siddhartha
  3. Leben am Königshof
  4. der junge Prinz begegnet dem Leiden
  5. Siddhartha verläßt den Palast für immer
  6. Siddhartha schneidet sein langes Haar ab
  7. Askese und Meditation
  8. Versuchung durch den Dämonen Mara
  9. die Erleuchtung
  10. Buddha als Lehrer
  11. Einzug ins Nirvana
  12. Buddha Shakyamuni

1. Zeugung

Chronologisch beginnt die Geschichte oben links im Life-of-Buddha-Thangka-303 mit der Zeugung. So hatte Siddhartha Gautama’s Mutter Maya Devi, eine indische Königin, in einer Nacht den Traum, dass sie von einem weißen Elefanten, der sie mit seinem Rüssel an ihrer rechten Seite berührte, schwanger werden würde. (Oben links im Thangka ist der Kopf eines weißen Elefanten inmitten von Wolken dargestellt, von diesem geht ein „Regenbogenstrahl“ zur schlafenden Königin im Palast).

In der indischen Mythologie werden Elefanten als starke und fruchtbare Wesen gesehen. Weiß gilt als die Farbe der Reinheit und der Unbeflecktheit (ähnlich der „unbefleckten Empfängnis“ Mariä im Christentum).

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2. Die Geburt des Buddha

Nach der Legende war Königin Maya 10 Monate lang schwanger. Als sie erkannte, dass die Zeit ihrer Niederkunft gekommen war, folgte sie einem alten Brauch und trat eine Reise zum Haus ihrer Eltern.

Aber bevor sie ihre Eltern erreichen konnte, gebar sie ihren Sohn in einem Garten in Lumbini, im heutigen Nepal. Königin Maya hielt sich während der Geburt an dem Zweig eines Baumes. Der junge Säugling konnte schon nach kurzer Zeit laufen und überall, wo seine Füße den Boden berührt hatten, sprießten direkt Lotos-Blüten aus dem Boden. (Links etwas weiter unten).

geburt
Geburt des Buddha Gautama

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3. Leben am Königshof

Gautama Siddhartha wuchs hinter hohen Palastmauern auf und war von den Hässlichkeiten dieser Welt wohl abgeschirmt. Er hätte sich über das luxuriöse Leben eines reichen Prinzen freuen können. Aber er war nicht glücklich. (Links außen auf dem Thangka).

 

Life-of-Buddha-Thangka-303 das leben am hof
Das Leben am Königshof

Um seinen Sohn abzulenken, wollte sein Vater ihn verheiraten. Ein Turnier wurde organisiert um für Prinzessin Gopi den stärksten und am besten geeigneten Heiratskandidaten zu ermitteln. Bei einem dieser Wettbewerbe töteten die Rivalen von Siddhartha einen weißen Elefanten. Siddhartha jedoch, angewidert von diesem sinnlosen Töten, schubste den Elefanten über die Palastmauer und brachte ihn wieder zurück ins Leben.

Diese Szene ist im unteren linken Teil des Thangka dargestellt.

zwei szenen ein Rivale tötet einen Elefanten und der Prinz verläßt den Palast
ein Rivale tötet einen Elefanten – der Prinz verläßt den Palast

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4. der junge Prinz begegnet dem Leiden

Eines Tages verließ der Prinz heimlich den Palast, voller Neugier seine Außenwelt zu erkunden. Dabei erkannte wie das wirkliche Leben war. Er sah Armut, Krankheit, Altern und die Verbrennungszeremonie für einen Toten. Siddhartha begriff, dass auf dieser Welt außerhalb des luxuriösen Palastes auch das Leiden herrschte. (oben auf dem Bild)

Life-of-Buddha-Thangka-303 der junge prinz siddharta verlaesst heimlich den palast und sieht eine totenverbrennung
Siddharta erlebt eine Totenverbrennung

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5. Siddhartha verlässt den Palast für immer

Prinz Siddhartha, in der Zwischenzeit 29 Jahre alt, verheiratet und Vater eines Sohnes, entschied für sich den Palast zu verlassen, um eine Antwort darauf zu finden, wieso es Leiden gibt und wie man die Welt davon erlösen könnte. Heimlich bei Nacht verließ er den Palast zu Pferd und in Begleitung eines Dieners. Sobald er vom Palast weit genug entfernt war, schickte er den Diener mit dem Pferd zurück.

(siehe Bild weiter oben unter „3. Leben am Königshof“)
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6. Siddhartha schneidet sein langes Haar ab

Danach setzte sich Siddhartha vor einem Stupa nieder und schnitt sein langes Haar ab. Weiterhin entledigte sich seiner kostbaren Gewänder und seines Schmuckes. Durch das Herausnehmen des großen Ohrschmuckes hingen seine gedehnten Ohrläppchen lose nach unten. Darauf begann er das Leben eines einfachen Schülers unter verschiedenen Guru-Lehrern.

Szene ist auf mittlerer Höhe des Life-of-Buddha-Thangka-303 rechts außen

abschied vom hof un rituelles haare schneiden
Siddharta verläßt den Hof und schneidet sein Haar

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7. Askese und Meditation

Sechs Jahre lang praktizierte der angehende Buddha Asketismus unter verschiedenen Guru Meistern. Nach sechs Jahren waren er und seine Freunde, die ihn begleiteten aufgrund extremer Askese dem Tod nahe. Aber Siddhartha musste erkennen, dass dies alles ihn keinen Schritt im Verständnis der Mechanismen dieser Welt weiter gebracht hatte. (im oberen rechten Teil).

das leben in askese
Siddharta lebt als Guru in strenger Askese

Nach sechs Jahren fruchtloser Askese beschloss Siddhartha wieder normal zu essen. Dies wird von den Buddhisten als der „mittlere Weg“ bezeichnet. Damit ist die Vermeidung der Extreme -nach allen Seiten-gemeint. Buddha begann unter einem großen Baum zu meditieren.
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8. Versuchung durch den Dämonen Mara

Mara, der Dämon des Todes und des Unheils (vergleichbar mit dem Teufel in der christlichen Religion) erschien. Ein letztes Mal wollte er Siddhartha in Versuchung bringen. Mara wollte unbedingt verhindern, dass Siddhartha die Erleuchtung findet, und ging bis zum äußersten, um das zu verhindern. Er sendete üble Monster aus, die mit Pfeilen schossen. Aber die Pfeile verwandeldeten sich in Blumen. Schließlich schickte er seine 3 hübschen Töchter Ratī, die Lust, Aratī, die Unzufriedenheit und Tanhā, die Gier aus, um Siddhartha zu verführen. Aber dieser ließ sich nicht täuschen und letztendlich verwandelten sich die hübschen, jungen Frauen in hässliche alte Weiber.

(auf dem Rollbild unten rechts)

mara versucht buddha zu verleiten
die Versuchung durch Mara

Es ist interessant , dass auch diese legendäre Szene, die Versuchung durch den Teufel, ein Pendant in anderen Weltreligionen hat – im Judentum, dem Christentum und im Islam.
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9. Die Erleuchtung

Nach mehreren Wochen der Meditation fand Siddhartha Gautama schließlich die Erleuchtung und wurde zu Buddha (wörtl.: „Erwachten“). Er verstand die Ursachen des Leidens und wie man es beenden könnte.
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10. Buddha wandert als Lehrer umher

Nachdem er die Erleuchtung gefunden hatte, reiste Buddha als Wandermönch predigend durch Nordindien / Nepal, womit er die letzten Jahre seines Lebens verbrachte. (oben rechts)

buddha wandert als lehrer umher
Buddha wandert als Lehrer umher

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11. Nirvana

Im Alter von ungefähr 80 Jahren starb der historische Buddha. Da er den Zustand der Erleuchtung gefunden hatte, verschied er ins Nirvana. Für Buddhisten ist Nirvana das finale Glück, das Ende des Zyklus der Wiedergeburten und das Ende alles Leidens.

Die Szene von Buddhas Ableben wird oben rechts von der Mitte gezeigt. Er liegt auf seiner rechten Seite.

buddha stirbt und geht ins nirvana
Buddhas Tod und Eintritt ins Nirvana

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12. Thangkas über das Leben des Buddha – Shakyamuni

Im Zentrum aller „Buddha Leben“ Thangkas (Life-of-Buddha-Thangka-303) findet man immer den historischen Buddha Shakyamuni. Übersetzt bedeutet das „der Erleuchtete aus dem Adelsgeschlecht der Shakya“. Dargestellt wird er im Mönchsgewand mit einer Bettler Schale in seiner linken Hand, während die rechte mit den Fingerspitzen die Erde berührt, um sie als Zeugen gegen den erfolglosen Angriff des Mara zu rufen. Seine Körperfarbe ist gelb, er sitzt in „Padmasana“ auf dem Lotos-Thron.

Life-of-Buddha-Thangka-303 grosse darstellung des buddha shakyamuni im zentrum des rollbildes
Detail – Buddha Shakyamuni im Zentrum des Rollbildes

Die einzelnen Details verschiedener „Life of Buddha“ Thangkas mögen sich etwas unterscheiden, gegebenenfalls befinden sich die einzelnen Szenen auch nicht immer exakt in der gleichen Position auf dem Kunstwerk, aber das Grundmuster und die Geschichte sind immer gleich.

Life-of-Buddha-Thangka-303, schönes Rollbild, auf dem das Leben des Buddha in verschiedenen Episoden bis zur Erleuchtung dargestellt wird. Mineralfarben und Goldmalerei auf Leinwand mit hochwertiger Umrandung aus Seidenstoffen mit Silber-Brokat aus Nepal. Maße mit Stoffapplikation: H x B = 90 cm x 68 cm, Bildmaße: ca. 56 cm x 40 cm.

Wenn du mehr über Tradition und Herstellung der Thangkas erfahren möchtest, klicke hier!

 

Hier findest Du weitere Infos über Siddhartha Gautama