Kategorien
Blankwaffen Militär Uncategorized

Degen-690

Degen-690

Degen-690, Offiziersstichdegen um 1760.

Dreikantige, gebläute Colichmarde-Klinge. Aufwändig verarbeitetes Silbergefäß aus gegossenen Teilen zusammengesetzt. Aufwändig ziseliert und mit filigranen Zierdurchbrüchen versehen. Gitterförmig durchbrochenes Doppelstichblatt mit floralen Elementen. Kleine Fingerbügel, leicht nach unten geneigte Parierstange, der Mittelsteg mit herausgearbeiteter Schneckenform. Der Griffbügel mit in sich verschlungenen Bändern gestaltet. Fein durchbrochener Knauf, ebenfalls mit Schneckenmuster. Der Griff mit teils vergoldetem Silberdraht umwickelt. Sehr schöne Präsentationswaffe. Länge 100 cm.

Silber lässt sich aufgrund seiner geringeren Härte und besserer Verformbarkeit feiner verarbeiten als Eisen. Wenn sehr filigrane Zierelemente zur Ausschmückung einer Waffe gefragt waren, wurde deshalb Silber als Material verwendet. Gemäß zünftischen Vorschriften war die Herstellung von Teilen aus Edelmetall den Gold- und Silberschmieden vorbehalten, weshalb auch hier das Gefäß nicht von einem Degenschmied, sondern separat von einem Gürtler bzw. Silberschmied gefertigt wurde.

Obwohl im 18. Jahrhundert in einigen schweizer Regionen die Herstellung und das Tragen von Degen mit silbernen Gefässen verboten war, scheinen Schweizer in holländischen Diensten eine gewisse Vorliebe für silberne Degen gehabt zu haben. So hätte auch das relativ große Degengefäß der oben aufgeführten Waffe gut in die Hand eines schweizer Offiziers in fremden Diensten gepaßt.

degen-690 mit silbergefaess und colichemarde-klinge
Offiziersstichdegen mit Silbergefäß und Colichemarde-Klinge
ansatz der colichemarde-klinge und durchbrochen gearbeitetes doppelstichblatt von degen-690
Doppelstichblatt mit Zierdurchbrechungen und Ansatz der Colichemarde-Klinge
details der filigranen zierdurchbrechungen und der silberdraht-griffwicklung von degen-690
silbernes Bügelgefäß mit filigranen Zierdurchbrechungen und Silberdraht Griffwicklung
Kategorien
Blankwaffen Militär Uncategorized

Degen-655

Degen-655

Degen-655, Galanteriedegen mit Silbergefäß, Frankreich um 1770.

Gekehlte Dreikantklinge, gebläut mit vergoldeter Floralätzung, etwas angelaufen. Massiv silbernes Bügelgefäß mit diamantiert geformten Silberperlen, das nierenförmige Stichblatt auf der Außenseite mit gestricheltem Dekor. Mehrere Punzen. Gute Qualität. Länge 93 cm.

Galanterie-Degen der oben gezeigten Art wurden vor allem in Frankreich und England hergestellt. Hierzu wurden die Gefäße sowie der einen Edelsteinbesatz imitierende Dekor noch gegossen und anschließend mit Stichel und Meißel in Form gebracht. Einige Jahre später kamen Stahlperlen in Mode. Diese wurden separat produziert und dann „diamantiert bzw. brillantiert“ d.h. so nachbearbeitet, dass sie wie Brillanten aussahen und in Silbergefäße eingesetzt (siehe hierzu Degen aus der Sammlung Beck). Ab etwa 1800 verwendete man überwiegend Stahlgefäße, die man mit feinen Bohrungen versah und mit zunehmend kleiner gefertigten brillantierten Stahlkugeln optisch aufwertete. Ein Beitrag mit Bildern hierzu folgt in Kürze.

gesamtansicht von degen-655 mit dreikantklinge und silbernem gefaess
Galanteriedegen mit Dreikantklinge und Silbergefäß
klinge von degen-655 mit blaeuung und vergoldeter zieraetzung
Dreikant-Klinge mit Bläuung und vergoldeter Zierätzung
massives silbergefaess von degen-655 mit diamantierten silberperlen
massives Silbergefäß mit diamantierten Silberperlen
Kategorien
Blankwaffen Militär Uncategorized

Stich-Degen-624

Stich-Degen-624

Stich-Degen-624, deutsch um 1670. Schmale, zweischneidige Klinge, im oberen Viertel linsenförmig mit messingtauschierten Ornamenten, im weiteren Verlauf hexagonal mit Marken und in Messing eingelegter Schrift, terzseitig: „DEM HERREN DEM ICH DIEN’ DEM OPFRE ICH AUCH MEIN LEBEN“ quartseitig: „DIE SEEL’ ABER DEM DER MIR SIE HAT GEGEBEN“ (einige Messing-Buchstaben fehlen). Äußerst filigran gearbeitetes Gefäß in Eisenschnitt. Stichblatt fein gelocht und durchbrochen mit floraler Zier. Hohl geschmiedeter, mit Verzierungen ausgeführter Knauf. Feine, gezopfte Eisendrahtgriffwicklung mit Türkenbünden. Geweißte Lederscheide mit eisernen Beschlägen. Länge 104 cm.

Der oben aufgeführte Typ kann auch als „Übergangs-Rapier“ (engl. Transitional Rapier) bezeichnet werden und stellt quasi einen Übergangstyp vom Rapier zum Promenier- bzw. Galanteriedegen dar (engl. Rapier to Smallsword).

vorderseite und rueckseite von stich-degen-624 mit scheide
Stichdegen mit Lederscheide, Vorder- und Rückseite
eisenschnitt und durchbrochen gearbeitetes gefaess von stich-degen-624
Gefäß mit Zierdurchbrechuingen und Eisenschnitt
die nierenfoermigen Stichblaetter von stich-degen-624
nierenförmige Sichblätter mit Verzierungen und messingtauschierte Klinge
in messing eingelegte klingeninschrift von stich-degen-624
in Messing eingelegte Ornamente und Inschrift
Kategorien
Blankwaffen Jagd Uncategorized

Spund-Bajonett-684

Spund-Bajonett-684

Spund-Bajonett-684 europäisch um 1700. Frühes Bajonett zur Verwendung bei der Jagd. Nach dem Abfeuern eines Schusses konnte man das Bajonett mit dem Griff (Spund) in den Gewehrlauf stecken und zum Stich gegen das Wild einsetzen.

Gerade Rückenklinge (korrodiert) mit breiter Hohlkehle und zweischneidiger Spitze. Reichhaltige Zierätzung und Vergoldung auf dem gesamten Klingenblatt bis zur Spitze. Mit Voluten und Ranken geschmückte, leicht S-förmige Parierstange aus Buntmetall. Der profilierte Hilzenring faßt den typisch konischen Griff. Dieser ist aus dunklem Holz mit genoppten Ringen geschnitzt und wird von einem kleinen, runden Messingknauf abgeschlossen. Länge 52 cm.

spund-bajonett-684 aus mitteleuropa um 1700 zur jagdlichen verwendung
mitteleuropäisches Spundbajonett um 1700 für die Jagd
details der zieraetzung und vergoldung uf der klinge von spund-bajonett-684
Klinge mit Zierätzung und Vergoldung
detailansicht der parierstange von spund-bajonett-684
Details von Parierstange, Hilzenring und Klinge
Kategorien
Blankwaffen Jagd Uncategorized

Jagdplaute-673

Jagdplaute-673

Jagdplaute-673, deutsch um 1760. Elegante Waffe für die Parforce-Jagd.

Wenig gebogene, volle Rückenklinge mit zweischneidiger Spitze. Messing-Gefäß mit ausgeformte Tierfiguren am Parierelement. Ein Parierstangenende als Hunde- das andere als Vogelkopf ausgearbeitet. Dekoratives Stichblatt mit Zierdurchbrechungen, in der Mitte Darstellung eines Auerhahnes. Schräg gerilltes, grün gefärbtes Bein-Griffstück, Knaufkappe mit Vernietknauf. Länge 65 cm.

Zum Vergleich siehe auch Jagdplaute mit Pandurenspitze und Jagdplaute mit Klingenätzung

jagdplaute-673 mit gruen eingefaerbtem griff
Jagdplaute mit grün gefärbtem Griff und dekorativem Gefäß
figuerlich ausgearbeitetes Gefaess mit Tierdarstellungen
figürlich ausgearbeitetes Gefäß mit Tierdarstellungen
Kategorien
Blankwaffen Jagd Uncategorized

Jagdplaute-641

Jagdplaute-641

Jagdplaute-641, deutsch um 1760*. Leicht gebogene Keilklinge mit zweischneidiger Spitze, beidseits fein geätzt. Jeweils unter drei übereinander angeordneten Krücken-Kreuzen steht in einer verzierten Banderole die Devise „Vivat Pandur“ (übersetzt: es lebe der Pandur (Soldat), darunter die figurale Darstellung eines Panduren in Uniform. Messing montiertes Gefäß mit S-förmiger Parierstange, deren Enden Vogelköpfen ähneln. Das Stichblatt in Form eines Auerhahns. Schräg gerillter Beingriff, grün eingefärbt. Blattförmige Griffkappe und Vernietknäufchen zur Befestigung der Angel. Länge 63 cm.

Zum Vergleich siehe auch Jagdplaute mit Pandurenspitze und Jagdplaute mit durchbrochenem Stichblatt

*Vgl. Müller/Kölling „Europäische Hieb- und Stichwaffen“, Brandenburgisches Verlagshaus, 1990, Abb. 326

jagdplaute-641 in gesamtansicht mit gruenem griff und klingenaetzung
Jagdplaute mit grün gefärbtem Beingriff und Klingenätzung
detailansicht der klingenaetzung von jagdplaute-641
S-förmige Parierelstange mit Auerhahn-Stichblatt
details der aetzung auf der quartseite von jagdplaute-641
Details auf der Quartseite mit geätzter Darstellung des Panduren und lateinischem Spruch
Kategorien
Blankwaffen Jagd Uncategorized

Jagd-Schwert-705

Jagd-Schwert-705

Jagd-Schwert-705, wohl deutsch um 1680. Dekorative Jagdwaffe mit breiter Klinge und schmaler Hohlbahn. Die Klinge in den ersten beiden Dritteln mit Sägerücken im letzten Drittel zweischneidig mit Mittelgrat. Beidseitig eingeschlagene Reichsapfelmotive, quartseitig die Devise „FIDE SED CUI VIDE“, auf der Terzseite der Meisternamen „IOHANNES WUNDES“*. Eisernes Gefäß mit eingehämmerten Messingzierornamenten. Geschwungener Parierstange und hochgezogener Griffbügel, dessen Ende als Drachenkopf ausgeführt ist. Vorderseitig Parierring. Hirschhorngriffschalen mit Ziernieten. Gelochter, messingverzierter Knauf in Vogelkopfform. Länge 86 cm.

*Johannes Wundes (oft als Iohannes Wundes Iohannis Wundes o.ä. geschrieben) war einer der bekanntesten Klingenschmiede Solingens. Er lebte etwa von 1560 – 1610. Seine hochwertigen Klingen  sind sehr begehrt. Als Schmiedemarke verwendete er den „Königskopf“ oder den „Reichsapfel“. Seine Werkstatt wurde nach seinem Tod von den Nachkommen weiterbetrieben, die Schmiedezeichen wurden ebenfalls weiterverwendet. 1774 wurde der Betrieb an Wilhem Peter Weyersberg verkauft, später entstand daraus die Firma Weyersberg, Kirschbaum & Cie (W.K.C.). So wurden auch der Reichsapfel und der Spruch auf oben gezeigter Jagdwaffe nicht von Johannes Wundes selbst sondern später von einem anderen Klingenschmied eingeschlagen.

komplettansicht von jagd-schwert-705
Jagdschwert mit Sägerücken und Messingapplikationen auf dem Gefäß
klinge mit saegeruecken und gravur auf jagd-schwert-705
Klinge mit Sägerücken und Schriftzeichen, Gefäß mit Griffbügelende in Form eines Drachenkopfes
klinge mit devise auf der quartseite von jagd-schwert-705
Klinge mit Devise auf der Quartseite
eisernes gefaess mit messingzierelementen und eisengeschnitenem drachenkopf am griffbuegelende von jagd-schwert-705
eisengeschnittenes Gefäß mit Messingzierornamenten sowie Hirschhorngriffschalen mit Ziernieten
Kategorien
Asiatika buddhistische Kunst hinduistische Kunst Uncategorized

Ganesha-216

Ganesha-216

1 Bezeichnungen

Ganesha-216 ist eine der beliebtesten Formen des Göttlichen im Hinduismus und Buddhismus.

Die Sanskrit-Bezeichnung „Ganesha“ setzt sich zusammen aus den Wörtern „Isha“ (Herr) und „Gana“ (der Scharen). Weitere verbreitete Namen sind unter anderem Ganapati (‚Gebieter der Scharen‘), Vinayaka (‚Entferner [der Hindernisse]‘), Vighnesha (‚Herr der Hindernisse‘), Vigneshvara („Zerstörer der Hindernisse“), Vighnantaka, Varada („der Wohltaten Schenkende“), Siddhita („der, der Erfolg bei der Arbeit schenkt“) sowie Ekadanta („Der mit dem einen Stoßzahn“).

Auf Sri Lanka verehren ihn die Tamilen als „Pillai“ oder „Pillaiyar“, bei den Singalesen ist er als „Gana deviyo“ bekannt.

In Tibet wird Ganesha / Ganapati  als“tsog gi dag po“ oder „mar chen“ bezeichnet.

Die Burmesen in Myanmar nennen ihn „Maha Peinne“ und ihn Thailand ist Ganesha als „Phra Pikanet“ bekannt.

2 Mythologie

2.1 Geburt

Ganesha gilt allgemein als Sohn von Shiva und Parvati.

Es gibt viele Geschichten über ihn, so soll er nach einer Legende ursprünglich keinen Elefantenkopf, sondern einen menschlichen Kopf gehabt haben und Parvati, Shivas Ehefrau, habe ihn in Abwesenheit ihres Ehemannes geschaffen. Sie formte aus dem Lehm, mit dem sie zuvor ihren Körper eingerieben hatte einen kleinen Jungen, übergoss ihn mit Wasser aus dem Ganges und erweckte ihn so zum Leben. Danach setzte sie ihn als Wache vor ihr Haus. Als Shiva nach Hause kam, versperrte der junge Ganesha ihm den Weg und ließ ihn nicht hinein. Shiva wurde wütend und schlug ihm den Kopf ab, nicht wissend dass es sich um den Sohn seiner Frau handelte. Darüber war Parvati zutiefst betrübt, aber Shiva tröstete sie mit dem Versprechen, er wolle das abgetrennte Haupt durch den Kopf des Wesens ersetzen, dem er zuerst begegnen werde. Dies war ein Elefant, als setzte Shiva dessen Kopf auf Ganeshas Rumpf, um ihn ins Leben zurückzubringen. Dadurch wurde Ganesha, der vorher nur Parvatis Sohn war, auch zum Sohne Shivas.

In anderen Geschichten erschafft Shiva Ganesha ohne Zutun einer Frau, und in den Erzählungen der Vishnu-Mythologie wird der Elefantenköpfige als Sohn Vishnus betrachtet.

2.2 Weisheit

Eine Erzählung berichtet davon, wie Shiva und Parvati ihre Kinder Ganesha und Skanda zu einem Wettbewerb aufforderten, bei dem der Sieger eine Frucht als Belohnung erhalten sollte. Die Aufgabe bestand darin, die Welt als erster zu umrunden. Skanda nahm seinen Pfau und schaffte es innerhalb eines Tages. Der kluge Ganesha umrundete einfach dreimal seine Eltern, die für ihn das Universum darstellten. Von seiner Pfiffigkeit beeindruckt erklärten seine Eltern Ganesha daraufhin zum Sieger.

Ganesha ist ein typischer Volksgott, der als Gott der Weisheit, Beseitiger aller Hindernisse und Überbringer des Glücks gesehen wird. Vor Beginn einer Reise, einer Geschäftsverhandlung oder einer wichtigen Prüfung wird wird Ganesha aufgerufen und verehrt. Ebenso wenn ein junger Mensch sich entscheidet zu heiraten, dann werden ihm zur Hochzeitszeremonie Opfer dargebracht (oft in Form von Kokosnüssen und Süßigkeiten, damit er Glück bringt, das junge Paar schützt und diesen Übergang in ein ganz anderes Lebensstadium begleitet. Er ist „verheiratet“ mit Siddhi (mystischer Kraft) und Buddhi (Einsicht). Er gilt als Schutzherr der Wissenschaften, der Schriften und der Ausbildung.

 

2.3 Ganesha und der Stoßzahn

Viele Mythen handeln davon, wie Ganesha seinen Stoßzahn verlor. Eines Tages war Ganesha vollgefressen und stolperte mit seiner Ratte über eine Schlange. Dabei platzte sein Bauch und sein Essen fiel heraus, so dass Ganesha ihn mit einer Schlange wieder zubinden musste. Der Mond Soma machte sich daraufhin über ihn lustig. Daraufhin erboste Ganesha und riss sich seinen Stoßzahn aus und warf ihn auf den Mond, der sich darauf sofort verdunkelte. Da es nun keinen Mondschein mehr gab, baten die Götter Ganesha seinen Fluch zurückzunehmen, woraufhin Ganesha ihn in ein sporadisches Abmagern umwandelte. Dieser Mythos liefert eine Erklärung für die Entstehung der verschiedenen Mondphasen.

2.4 Bedeutungen

Ganesha wird dargestellt mit Elefantenkopf und dickem Bauch, denn er liebt so sehr das Essen, vor allem Süßigkeiten. Häufig sehen wir ihn vierarmig auf einem Thron sitzend zusammen mit seinem „Reittier“ der Maus. Als „Omkara-Ganapathi“ zeigt er seine gesamte Gestalt stehend mit zwei Armen. „Nritya-Ganapathi“ ist die Erscheinungsform des tanzenden Ganesha. In dieser Variante hat er meist sechs Arme (manchmal auch zehn) und tanzt den kosmischen Tanz auf der Maus.

Ganesha ist wie die Elefanten in Asien sehr beliebt. Bewundert wird seine Kraft und seine Weisheit, die ja viel Platz in in dem großen Kopf hat. Außerdem spielen die Darstellungen auf die Vereinigung der Gegensätze (Polaritäten) an. Die kleine Maus ist das „Reittier“ des großen Elefantenwesens! Der übergewichtige Vielfrass mit seinem Hang zu Süßigkeiten und der treue, tapfere Wächter, der das Heim seiner Mutter beschützt (bis Shiva ihm den Kopf abschlägt.) Vielleicht steckt darin die Botschaft, dass wir den Genüssen des Lebens nicht entsagen müssen, dass sie auch dazugehören, wir uns in gewissen Phasen aber auch der Disziplin erinnern und weise handeln sollten, wie Shiva, der zuerst wütend war, dann aber Einsicht zeigte und sein voreiliges Handeln auf kluge Weise wieder gut machte, indem er Ganesha einen neuen Kopf besorgte. Shiva und Parvati hatten wieder zusammengefunden und Ganesha als gemeinsamen Sohn akzeptiert. Als tanzender Ganesha zeigt er Parallelen zu Shiva NatarajMit den Schaukelbewegungen seines linken und rechten Fusses läßt Ganesha (auf der Maus tanzend) die Welt entstehen und wieder verschwinden. Damit verkörpert er den Herzschlag des Universums, der alle bestehenden Erscheinungsformen vereint.

3 Beschreibung von Ganesha-216

Wir sehen Ganesha-216 im Heldensitz (Virasana) auf einem Lotos-Thron. Auf seinem Haupt trägt er eine geschmückte Krone. Der Kopf ist mit Mineralfarben und Goldpulver bemalt. Der linke Stoßzahn ist etwas kürzer und abgebrochen. Seine großen Ohren sind farblich hervorgehoben. Über seinen Oberkörper und den dicken Bauch hängt eine vergoldete Schlange. In seinen vier Armen hält er verschiedene Attribute: eine Kokosnuss, eine Axt (Parashu), eine Gebetsschnur (Akshamala) und einen weiteren Gegenstand. Vor seinen Füßen kauert eine Maus.

Sehr schöne Bronze-Skulptur aus der „verlorenen Form“ gegossen und detailliert nachbearbeitet. Bemalungen aus Mineralfarben und Goldpulver. Teilweise feuervergoldet. Herkunft: Nepal.

Höhe: 12 cm, Breite 12 cm.

frontansicht des sitzenden Ganesha-216
sitzender Ganesha-216, Frontansicht
seitenansicht von Ganesha-216 rechts
feuervergoldete Bronze, rechte Seite
details der linken seite von Ganesha-216
Ganesha-216 von der linken Seite
Kategorien
Asiatika buddhistische Kunst hinduistische Kunst Uncategorized

Bergkristall-Ganesha-229

Bergkristall-Ganesha-229

Allgemein

Bergkristall-Ganesha-229: Einer der bekanntesten Götter in Asien ist Ganesha. Er gilt als Sohn von Shiva und Parvati (siehe auch Ganesha-216). Der beliebte Hindugott wurde auch in buddhistischen Pantheon aufgenommen. Doch es gibt Hinweise, dass Elefanten in einigen Regionen Asiens schon in der Steinzeit verehrt wurden.

Phra Pikanet

Ganesha nennt man in Thailand „Phra Pikanet. Da er als Beseitiger von Hindernissen gilt, bringen thailändische Buddhisten ihm vor wichtigen Ereignissen ein Opfer dar, um ein gutes Gelingen zu erreichen, z.B. Studenten vor dem Examen, Verliebte vor der Hochzeit, Geschäftsleute vor wichtigen Vertragsverhandlungen usw. Außerdem wird Ganesha wegen seiner Liebe zu den schönen Künsten geschätzt und gilt als Förderer der Kreativität. Aus diesem Grunde ist ein Abbild des Gottes mit dem Elefantenkopf in das Logo des thailändischen „Departments of Fine Arts“ integriert worden.

In Thailand gibt es viele Ganesha-Schreine. Zu den bekanntesten gehört der in Ratchaprasong/Bangkok sowie der nahe dem Business-Center in Chiang-Mai. Die größten Feierlichkeiten zu Ehren Ganeshas finden im August bzw. September am Shiva-Tempel in Bangkok und dem  Utthayan Ganesh Temple in Nakhon Nayok In Thailand statt, wo Buddhisten gemeinsam mit Hindus an den Zeremonien teilnehmen.

Weitere Elefantenwesen

Außerdem werden in Thailand traditionell auch weiße Elefanten verehrt, da nach einer Legende Maya, die Mutter Buddhas, in einem Traum von einem weißen Elefanten berührt und dadurch schwanger wurde.

Weiterhin genießt das Elefantenwesen Erawan (nicht zu verwechseln mit dem Erawan-Schrein in Bangkok), die thailändische Form des mythischen Airavata, eine große Bedeutung. Es gibt davon recht große Skulpturen, meist mit 3 Köpfen.

 

Beschreibung

Der Bergkristall-Ganesha-229 wurde aus einem klaren, großen Stück Bergkristall herausgeschliffen. Der Elefantengott wird hier zweiarmig und stehend dargestellt. Wie üblich hat er nur einen Stoßzahn, trägt auf dem Kopf eine geschmückte Kappe und hat einen nackten Oberkörper. Auf seinem großen Bauch spiegelt sich das einfallende Licht.

Bergkristall gehört zur Familie der Quarze und besteht im wesentlichen aus Siliziumdioxid. Er gehört zu den wichtigsten Edel- und Heilsteinen überhaupt und wird in vielen Regionen zu rituellen Zeremonien und Heilzwecke eingesetzt. Im Buddhismus gilt der Bergkristall als Meditationshilfe, die zu bodhi, dem Erwachen führen kann. In der Edelsteinheilkunde wird er wegen seiner klärenden und reinigenden Wirkung geschätzt, außerdem soll er die Nerven stärken und die Drüsentätigkeit anregen. Die feine Handarbeit stammt aus Thailand und hat die Maße (HxBxT): 11,0 x 4,5 x 3,5 cm.

ansicht der vorderseite von Bergkristall-Ganesha-229
Ansicht Vorderseite
details auf der rueckseite von Bergkristall-Ganesha-229
Rückseite des Bergkristall-Ganesha-229

 

 

Kategorien
Blankwaffen Militär Uncategorized

Reiterhammer-721

Reiterhammer-721

Reiterhammer-721, sächsisch um 1580. Vierkantiger, leicht gebogener Schnabel mit aufgehämmerten Silberverzierungen. Vielfach abgestuftes Mittelteil. Runder Hammerhals mit achtkantigem Hammerkopf, dieser von fein ziselierter Silberkappe überzogen.

Eiserner Schaft, mit Silberhilze ummantelt. Feinst getrieben und ziseliert in floralem Dekor mit Ranken, Blüten und Bandwerk. Die verschiedenartigen Verzierungen auf dem Schaft werden von Balustern mit geschnürlten Ringen abgegrenzt. Der zwiebelförmige Balanceknauf ist ebenfalls mit Silber belegt und kunstvoll verziert. Den Abschluss bildet ein eiserner Vernietknauf.

Sehr schöner und hochwertig verarbeiteter Reiterhammer in gutem Erhaltungszustand, von musealer Qualität. Obwohl dieses Stück auch im Kampf einsetzbar wäre, handelt es sich hier wohl um ein Würdezeichen für einen hochgestellten Rottmeister oder einen wohlhabenden Adligen. Länge ca. 65 cm.

Einen Reiterhammer für den Gebrauch auf dem Schlachtfeld findest Du hier: Reiterhammer-693

gesamtansicht des objektes Reiterhammer-721
Reiterhammer-721, Gesamtansicht
kopfteil von Reiterhammer-721
Kopfteil mit Silbereinlagen
hammerhals mit silberkappe und abgestuftem mittelstueck von Reiterhammer-721
Hammerhals mit Silberkappe und mehrfach abgestuftem Mittelteil
schnabel von Reiterhammer-721 mit aufgehaemmerter silberverzierung
Schnabel mit aufgehämmerter Silberverzierung
details der silberhuelse um den eisernen schaft
ziselierte Silberhülse um den eisernen Schaft
detailansicht des griffteils von Reiterhammer-721
Griffteil mit Knauf
detailansicht des knaufes mit seinen kunstvoll verarbeiteten silberauflagen
kunstvolle Silberverzierung am vernieteten Knauf