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Rapier-Kreuzgefäß-756

Rapier-Kreuzgefäß-756  Elegante Fechtwaffe aus der Zeit um 1600. Zweischneidige Klinge mit beidseitigem, tiefem Hohlzug fast bis zur Spitze. Fehlschärfe mit tiefer und deutlicher Schmiedemarke. Henne unter dreizackiger Krone und Buchstaben „NZ“. (Es dürfte sich um eine Solinger Marke handeln). Eisernes, mehrspangiges, leicht eisengeschnittenes Bügelgefäß (Kreuzgefäß ohne Faustbügel). Parierring mit durchbrochen gearbeitetem Stichblatt. Griffwicklung aus Eisendraht mit Türkenbünden. Konischer, kannelierter Knauf. Länge 107cm.

Rapier-756 mit kreuzgefaess
Rapier mit Kreuzgefäß und Schmiedemarke
das Gefaess von Rapier-756
Detailansicht vom Gefäß
terzseite von Rapier-756
Terzseite mit Stichblatt
schmiedezeichen von Rapier-756
Schmiedezeichen
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Hirschfaenger-Elfenbeingriff-749

Hirschfaenger-Elfenbeingriff-749

Hirschfaenger-Elfenbeingriff-749 mit Barockgefäß aus der Zeit um 1740

Das Gefäß messingmontiert und feuervergoldet mit Tierdarstellungen und vegetabilen Ornamenten. S-förmige Parierstange mit knotenförmigen Enden und kleinem Stichblatt mit Vogelmotiv. Aufwändig geschnitzter Elfenbeingriff in der Art des Michael Maucher mit Darstellung eines Wildschweins, das sich gegen einen angreifenden Jagdhund wehrt. Lederüberzogene Holzscheide mit vergoldeter Messinggarnitur, en suite zum Gefäß mit jagdlichen Motiven. Gerade einschneidige Klinge (um 1820) mit breitem Hohlzug bis zur Klingenwurzel. Beidseitig mit feinster Hochätzung von Jagdszenen und vergoldeten Ornamenten. Terzseitig bezeichnet mit „P. Küll“ sowie Totenkopf-Schmiedemarke. Quartseitig befindet sich der Schriftzug „Solingen“ auf vergoldetem Grund sowie die tief eingeschlagene Meistersignatur „KÜLL“.   Länge 72 cm.

Peter Küll war ein bekannter Klingenschmied, der in Solingen von 1800 – 1850 tätig war, sein Name und seine Schmiedezeichen sind in der Solinger „Messermacher-Rolle“ eingetragen.

Siehe auch diesen Elfenbein-Hirschfänger

Lit.: H. Uhlemann, Kostbare Blankwaffen aus dem Deutschen Klingenmuseum Solingen, Ausgabe 1968,  auf Seite 94/95 ein „Elfenbein-Hirschfänger“ in ähnlichem Stil; dito bei Seitz, 1968, II, Abb. 192 (Mitte) und Katalog Jagdmuseum München, 1977, Inv. Nr. 2165 (Seite 57).

Hirschfaenger Elfenbeingriff 749
Hirschfänger mit Barockgefäß und Elfenbeingriff

Herstellersignatur von Hirschfaenger Elfenbeingriff 749
Vergoldung und Klingenbeschriftung

Detail Klinge von Hirschfaenger Elfenbeingriff 749
Details der Klingen-Ätzung, Schmiedemarke und Klingenrücken