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Ganesha-Shakti-228

Ganesha-Shakti-228

Ganesha-Shakti-228

Über die Frage nach Ganeshas Ehestatus herrscht in Indien keine Einigkeit. Im Norden Indiens gilt er als mit Siddhi („Klugheit und Reichtum“) bzw. Riddhi („Erfolg, Gedeihen“) und Buddhi („Weisheit“) verheiratet, die beide oft auch nicht als reale Gattinnen, sondern als symbolische Eigenschaften des Gottes verstanden werden. Beide bilden Ganeshas Shakti. Im Süden Indiens gilt der Gott hingegen als ewiger Junggeselle, im „Zölibat“ lebend.

Die gezeigten Fotos von Ganesha-Shakti-228 sind jedoch eher typisch für den tantrischen Buddhismus in der Himalaya-Region. Hiervon gibt es mehrere Varianten, auf die ich hier aber nicht explizit eingehen möchte. Gemeinsam ist ihnen jedoch, dass die Vereinigung von Frau und Mann als Symbol der Einheitserfahrung gesehen wird. Der Tantrismus sieht sich als Weg, die den Wesen innewohnende Erleuchtung freizulegen und in einem einzigen Leben Erleuchtung erlangen zu können. Um den tantrischen Weg zu begehen, ist die Initiation (Einweihungsritual) durch einen Lehrer („Guru“, „Lama“) wesentlich. Der tantrische Lehrer führt den Schüler in die Aspekte der rituellen Praxis („Sadhana“) ein. Sowohl bei der Initiation als auch bei der Praxis kommt es zur Verwendung von „Mantras“ (heiligen Silben), „Mudras“ (speziellen Gesten) und „Mandalas“ (Diagramme, die visualisiert werden oder einen heiligen Raum abstecken). In Visualisierungen wird mit Meditationsgottheiten (tibetisch „Yidam“) gearbeitet. Lehrer und Schüler identifizieren sich dabei mit einer Figur, die Qualitäten der Erleuchtung verkörpert.  Die buddhistischen Mönche leben i.d.R. keusch, geleichwohl gibt es im tantrischen Buddhismus eine ausgeprägte sexuelle Symbolik, besonders in der Darstellung der Gottheiten mit ihren Gefährtinnen, wie hier bei Ganesha-Shakti-228, woraus oftmals ein falscher Eindruck entsteht. Die Sexualorgane werden zwar deutlich gezeigt, es geht im wesentlichen aber nicht um die Zelebrierung von „körperlichem Sex“, sondern vielmehr dient die figürliche Darstellung einer sexuellen Vereinigung ( in Tibet „Yab-Yum“ genannt) als Hilfsmittel für verschiedene Meditationspraktiken. Durch Übungen und Visualisierungen soll das Bewußtsein erweitert werden. Auch hier geht es um die Vereinigung der Polaritäten und die Möglichkeit damit verborgene Energien wieder freizusetzen.

Sowohl im Tantrismus Indiens als auch im tantrischen Buddhismus gibt es unterschiedliche Strömungen und Praktiken, die nicht von allen kritiklos akzeptiert werden. Einen interessanten Artikel hierüber findest du in der Zeitschrift „Emma“.

Ganesha-Shakti-228: Hochwertige Bronzearbeit bei der die Figuren aus der „verlorenen Form“ gegossen wurden. Ganesha und seine Shakti werden hier sitzend beim Geschlechtsakt dargestellt. Ganesha hat seine beiden Hände in „Shunya-Mudra“ nach außen gerichtet. Seine Shakti umarmt ihn. In ihrer rechten Hand hält sie ein Hackmesser (Kartika), in ihrer linken eine Schädelschale (Kapala). Beide sind vollkommen nackt. Es handelt sich hier um einen rituellen Akt, bei dem der symbolisch getötete Dämon der Unwissenheit, Zwietracht etc. zerstückelt und dessen Blut aus der Schädelschale getrunken wird (Aufnahme der Weisheit und Energie). Die nackten Figuren (Zeichen der Reinheit) sind in sexueller Vereinigung, bei der die getrennten Energien (weiblich/männlich) wieder zum Absoluten zusammengeführt werden.

Schwierige, passgenaue Anfertigung, die nur von Meistern Ihres Fachs beherrscht wird (bei der sexuellen Vereinigung umarmen sich die beiden Figuren und die Geschlechtsteile passen genau zusammen.) Das Meisterstück wurde von Newari-Handwerkern in Patan gefertigt. Fein nachgearbeitet, fast komplett feuervergoldet, die Gesichter mit Goldpulver bemalt, Haare und einige Akzente mit Mineralfarben koloriert. Höhe ca. 20 cm.

seiliche ansicht von Ganesha-Shakti-228
Ganesha in Vereinigungspose mit seiner Shakti
frontansicht der vereinigungungspose von Ganesha-Shakti-228
Frontansicht
ansicht von innigste umarmung von ganesha und seiner shakti
Umarmung von Ganesha und Shakti
detailansicht der einzelnen figuren von Ganesha-Shakti-228
Detailansicht des getrennten Paares
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Ganesha-153

Ganesha-153

Ganesha-153 ist sicherlich eine der weltweit bekanntesten und beliebtesten Gottheiten in der hinduistischen Mythologie. In Nepal wird er sowohl von Hinduisten als auch von Buddhisten verehrt.

Ganesha ist der Beseitiger aller Hindernisse und wird auch als Gott des Erfolges und “Money Magnet“ bezeichnet steht  in großer oder in kleiner Form in jedem nepalesischen Unternehmen um den Geldfluss und das Geschäft positiv zu beeinflussen.

Weitere Infos findest du unter Ganesha 216 , Bergkristall-Ganesha-229 und Ganesha-Shakti-228.

Herstellung

Diese Skulptur des Ganesha-153 stammt aus Nepal und ist im Antique copper-finish-style“ gefertigt. Zur Herstellung der Figur wurde zunächst ein Wachsmodel angefertigt. Dieses Model hat man dann mit Lehm umkleidet. Nachdem Aushärten des Lehms entstand die Guss-Form, die nur einmal verwendet werden konnte und deshalb als „verlorenen Form“ bezeichnet wird. Beim Gießprozeß wurde heiße, flüssige Messing-Bronze in die Gussform gegossen. Das Wachs schmolz und verdampfte schließlich, während das Messing nach dem Erkalten in der verbliebenen Lehmhülle ausgehärtete. Der Rohguss war entstanden. Dieser erhielt dann die notwendige Feinarbeit, wurde glatt geschliffen und poliert. Die Ornamente und feinen Details haben die Handwerker dann mit Hammer und Stichel herausgearbeitet (Ziselierung). In einem weiteren Arbeitsschritt wurde auf die Skulptur noch ein hauchdünner Kupferüberzug aufgebracht. Um einen schönen Kontrast zu erhalten, wurde dieser danach an ausgewählten Stellen wieder entfernt. Durch diesen in Nepal Antique copper-finish-style“ genannten Prozess erhalten die religiösen Kunstwerke einen feinen Kontrast in Goldbronze- und Kupfertönen, der im Gegensatz zu lackierten Stücken relativ kratzfest ist und durch seinen dezenten Metallglanz fasziniert. Dieses Verfahren ist mir nur aus Nepal bekannt und wird dort nur noch in kleinen Stückzahlen angewandt.

Beschreibung

Die Statue des Ganesha-153 zeigt die Gottheit in sitzender Pose mit geöffneter Beinhaltung in „Virasana“ (Heldensitz). Auf dem Haupt ruht eine geschmückte Krone, erhöht von einem zentralen Fächer, an dessen Spitze ein Halbmond dargestellt ist. Die großen Ohren des Elefantenkopfes stehen als Symbol für das Hören und die Aufmerksamkeit gegenüber seinen Anhängern. Der dicke Bauch verdaut friedvoll alles Gute und Böse im Leben. Die vier Arme halten unterschiedliche Attribute: eine Axt (Parashu), die alle Abhängigkeiten durchtrennt; eine Gebetsschnur (Akshamala) und Süßigkeiten (Befreiung und Belohnung). Die vordere rechte Hand gewährt mit dem „Abhaya-Mudra“ Segen, Schutz und Beruhigung. Vor seinen Füßen krabbelt eine Maus am Lotos-Thron hoch. Schönes Unikat aus den Handwerkstätten Patans mit einer Gesamthöhe ca. 29 cm.

frontansicht der skulptur Ganesha-153
Ganesha-153 im „antique copper-finish style“
details der rechten seite von Ganesha-153
Detailansicht, rechte Seite
ansicht linke seite von Ganesha-153
Detailansicht, linke Seite
Ganesha-153 von hinten aus betrachtet
Ganesha-153, Rückansicht
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Ganesha-216

Ganesha-216

1 Bezeichnungen

Ganesha-216 ist eine der beliebtesten Formen des Göttlichen im Hinduismus und Buddhismus.

Die Sanskrit-Bezeichnung „Ganesha“ setzt sich zusammen aus den Wörtern „Isha“ (Herr) und „Gana“ (der Scharen). Weitere verbreitete Namen sind unter anderem Ganapati (‚Gebieter der Scharen‘), Vinayaka (‚Entferner [der Hindernisse]‘), Vighnesha (‚Herr der Hindernisse‘), Vigneshvara („Zerstörer der Hindernisse“), Vighnantaka, Varada („der Wohltaten Schenkende“), Siddhita („der, der Erfolg bei der Arbeit schenkt“) sowie Ekadanta („Der mit dem einen Stoßzahn“).

Auf Sri Lanka verehren ihn die Tamilen als „Pillai“ oder „Pillaiyar“, bei den Singalesen ist er als „Gana deviyo“ bekannt.

In Tibet wird Ganesha / Ganapati  als“tsog gi dag po“ oder „mar chen“ bezeichnet.

Die Burmesen in Myanmar nennen ihn „Maha Peinne“ und ihn Thailand ist Ganesha als „Phra Pikanet“ bekannt.

2 Mythologie

2.1 Geburt

Ganesha gilt allgemein als Sohn von Shiva und Parvati.

Es gibt viele Geschichten über ihn, so soll er nach einer Legende ursprünglich keinen Elefantenkopf, sondern einen menschlichen Kopf gehabt haben und Parvati, Shivas Ehefrau, habe ihn in Abwesenheit ihres Ehemannes geschaffen. Sie formte aus dem Lehm, mit dem sie zuvor ihren Körper eingerieben hatte einen kleinen Jungen, übergoss ihn mit Wasser aus dem Ganges und erweckte ihn so zum Leben. Danach setzte sie ihn als Wache vor ihr Haus. Als Shiva nach Hause kam, versperrte der junge Ganesha ihm den Weg und ließ ihn nicht hinein. Shiva wurde wütend und schlug ihm den Kopf ab, nicht wissend dass es sich um den Sohn seiner Frau handelte. Darüber war Parvati zutiefst betrübt, aber Shiva tröstete sie mit dem Versprechen, er wolle das abgetrennte Haupt durch den Kopf des Wesens ersetzen, dem er zuerst begegnen werde. Dies war ein Elefant, als setzte Shiva dessen Kopf auf Ganeshas Rumpf, um ihn ins Leben zurückzubringen. Dadurch wurde Ganesha, der vorher nur Parvatis Sohn war, auch zum Sohne Shivas.

In anderen Geschichten erschafft Shiva Ganesha ohne Zutun einer Frau, und in den Erzählungen der Vishnu-Mythologie wird der Elefantenköpfige als Sohn Vishnus betrachtet.

2.2 Weisheit

Eine Erzählung berichtet davon, wie Shiva und Parvati ihre Kinder Ganesha und Skanda zu einem Wettbewerb aufforderten, bei dem der Sieger eine Frucht als Belohnung erhalten sollte. Die Aufgabe bestand darin, die Welt als erster zu umrunden. Skanda nahm seinen Pfau und schaffte es innerhalb eines Tages. Der kluge Ganesha umrundete einfach dreimal seine Eltern, die für ihn das Universum darstellten. Von seiner Pfiffigkeit beeindruckt erklärten seine Eltern Ganesha daraufhin zum Sieger.

Ganesha ist ein typischer Volksgott, der als Gott der Weisheit, Beseitiger aller Hindernisse und Überbringer des Glücks gesehen wird. Vor Beginn einer Reise, einer Geschäftsverhandlung oder einer wichtigen Prüfung wird wird Ganesha aufgerufen und verehrt. Ebenso wenn ein junger Mensch sich entscheidet zu heiraten, dann werden ihm zur Hochzeitszeremonie Opfer dargebracht (oft in Form von Kokosnüssen und Süßigkeiten, damit er Glück bringt, das junge Paar schützt und diesen Übergang in ein ganz anderes Lebensstadium begleitet. Er ist „verheiratet“ mit Siddhi (mystischer Kraft) und Buddhi (Einsicht). Er gilt als Schutzherr der Wissenschaften, der Schriften und der Ausbildung.

 

2.3 Ganesha und der Stoßzahn

Viele Mythen handeln davon, wie Ganesha seinen Stoßzahn verlor. Eines Tages war Ganesha vollgefressen und stolperte mit seiner Ratte über eine Schlange. Dabei platzte sein Bauch und sein Essen fiel heraus, so dass Ganesha ihn mit einer Schlange wieder zubinden musste. Der Mond Soma machte sich daraufhin über ihn lustig. Daraufhin erboste Ganesha und riss sich seinen Stoßzahn aus und warf ihn auf den Mond, der sich darauf sofort verdunkelte. Da es nun keinen Mondschein mehr gab, baten die Götter Ganesha seinen Fluch zurückzunehmen, woraufhin Ganesha ihn in ein sporadisches Abmagern umwandelte. Dieser Mythos liefert eine Erklärung für die Entstehung der verschiedenen Mondphasen.

2.4 Bedeutungen

Ganesha wird dargestellt mit Elefantenkopf und dickem Bauch, denn er liebt so sehr das Essen, vor allem Süßigkeiten. Häufig sehen wir ihn vierarmig auf einem Thron sitzend zusammen mit seinem „Reittier“ der Maus. Als „Omkara-Ganapathi“ zeigt er seine gesamte Gestalt stehend mit zwei Armen. „Nritya-Ganapathi“ ist die Erscheinungsform des tanzenden Ganesha. In dieser Variante hat er meist sechs Arme (manchmal auch zehn) und tanzt den kosmischen Tanz auf der Maus.

Ganesha ist wie die Elefanten in Asien sehr beliebt. Bewundert wird seine Kraft und seine Weisheit, die ja viel Platz in in dem großen Kopf hat. Außerdem spielen die Darstellungen auf die Vereinigung der Gegensätze (Polaritäten) an. Die kleine Maus ist das „Reittier“ des großen Elefantenwesens! Der übergewichtige Vielfrass mit seinem Hang zu Süßigkeiten und der treue, tapfere Wächter, der das Heim seiner Mutter beschützt (bis Shiva ihm den Kopf abschlägt.) Vielleicht steckt darin die Botschaft, dass wir den Genüssen des Lebens nicht entsagen müssen, dass sie auch dazugehören, wir uns in gewissen Phasen aber auch der Disziplin erinnern und weise handeln sollten, wie Shiva, der zuerst wütend war, dann aber Einsicht zeigte und sein voreiliges Handeln auf kluge Weise wieder gut machte, indem er Ganesha einen neuen Kopf besorgte. Shiva und Parvati hatten wieder zusammengefunden und Ganesha als gemeinsamen Sohn akzeptiert. Als tanzender Ganesha zeigt er Parallelen zu Shiva NatarajMit den Schaukelbewegungen seines linken und rechten Fusses läßt Ganesha (auf der Maus tanzend) die Welt entstehen und wieder verschwinden. Damit verkörpert er den Herzschlag des Universums, der alle bestehenden Erscheinungsformen vereint.

3 Beschreibung von Ganesha-216

Wir sehen Ganesha-216 im Heldensitz (Virasana) auf einem Lotos-Thron. Auf seinem Haupt trägt er eine geschmückte Krone. Der Kopf ist mit Mineralfarben und Goldpulver bemalt. Der linke Stoßzahn ist etwas kürzer und abgebrochen. Seine großen Ohren sind farblich hervorgehoben. Über seinen Oberkörper und den dicken Bauch hängt eine vergoldete Schlange. In seinen vier Armen hält er verschiedene Attribute: eine Kokosnuss, eine Axt (Parashu), eine Gebetsschnur (Akshamala) und einen weiteren Gegenstand. Vor seinen Füßen kauert eine Maus.

Sehr schöne Bronze-Skulptur aus der „verlorenen Form“ gegossen und detailliert nachbearbeitet. Bemalungen aus Mineralfarben und Goldpulver. Teilweise feuervergoldet. Herkunft: Nepal.

Höhe: 12 cm, Breite 12 cm.

frontansicht des sitzenden Ganesha-216
sitzender Ganesha-216, Frontansicht
seitenansicht von Ganesha-216 rechts
feuervergoldete Bronze, rechte Seite
details der linken seite von Ganesha-216
Ganesha-216 von der linken Seite
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Vajravarahi-206

Vajravarahi-206

Vajravarahi-206 oder tibetisch „Dorje Phagmo“ ist eine tantrische Gottheit des Vajrayana. Sie gilt als eine besondere Erscheinungsform der Sarvabuddha-Dakini (Vajrayogini). Der kleine Schweinskopf seitlich im aufgerichteten Haar und die Stellung der Beine unterscheidet die Vajravarahi („Vajra-Sau“) von der Sarvabuddha-Dakini. Ansonsten wird sie mit gleichem Gesicht, ähnlicher Pose und mit gleichen Attributen (mit oder ohne magischen Stab) dargestellt. Sie ist jung, in der Blüte ihrer Jugend und nur spärlich bekleidet, über den Lenden trägt sie lediglich ein Tigerfell. Ihr Leib ist unter anderem mit einer Kette aus Totenschädeln geschmückt. In der linken Hand hält sie eine Schädelschale (Sanskrit: kapâla). In der Rechten schwingt sie ein Hackmesser (Sanskrit: kartri, kartrikâ).

Für viele Mahayana-Buddhisten gilt sie als Erscheinungsform der Schutzgöttin Marici. Zusammen mit dem Yidam Chakrasamvara wird Vajravarahi -als seine Partnerin- oft in der Vereinigungspose (Yab-Yum) dargestellt.

Vajravarahi-206: Nepal, sehr fein bearbeiteter Bronzeguss aus der „verlorenen Form“, vergoldet und mit Mineralfarben bemalt. Höhe ca. 23 cm.

Vajravarahi-206 mit Saukopf im Haar
Vajravarahi mit Schweinskopf im Haar
Vajravarahi-206 von oben
Vajravarahi tanzt auf einem liegenden Menschen
Vajravarahi-206 von der Seite
tanzende Vajravarahi vor Flammenaureole
Vajravarahi-206 Ansicht von hinten
Vajravarahi-Dakini Rückansicht
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Tara-grün-299

Tara-grün-299

Sie wird vor allem als Syamatara, als Schützerin vor allen Gefahren, verehrt. Wie die weiße Tara hält sie die rechte Hand in der Gewährungsgeste offen nach unten, die linke Hand in der Ermutigungsgeste offen nach oben, zwei Finger fassen dabei den Stengel eines blauen Lotos. Neben dieser Lotosart unterscheidet die grüne Tara von der weißen vor allem das Fehlen der zusätzlichen übernatürlichen Augen und die halboffene Sitzposition (ardhaparyanka), bei der das linke Bein flach liegt, während der rechte Unterschenkel abgewinkelt etwas nach vorne ragt und der Fuß auf einem kleinen zusätzlichen Podest ruht. Oft wird sie auch mit zwei Lotosblumen (geschlossener Nacht- und geöffneter Taglotos) dargestellt. Damit wird zum Ausdruck gebracht, daß sie bei Tag und Nacht ihre Rolle als Helferin erfüllt.

siehe auch Tara-weiß-163 und Ekajati-blaue-Tara-207 sowie Tara-rot

Nepal, Detailliert bearbeiteter Bronzeguss aus der verlorenen Form im Antique copper-finish-style“ mit verschiedenen farbigen Halbedelsteinen besetzt. Seltene Darstellung. Höhe ca. 40 cm.

Tara-grün-299
grüne Tara in typischer Sitzposition
Tara-grün-299 oder Syamatara
Syamatara, Frontansicht
Tara-grün-299 achtarmig auf einem Thangka
grüne Tara auf einem Thangka
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Ekajati-blaue-Tara-207

 

Ekajati-blaue-Tara-207

Ekajati (oder blaue Tara, tibetisch: ral gcig ma) bedeutet: „die, die nur einen Haarknoten hat“. Sie ist eine weibliche, zornvolle Erscheinung Taras im Himalaya-Buddhismus. Sie gilt als eine der mächtigsten und furchtbarsten Erscheinungen. Mit den ihr zugeschriebenen Kräften beseitigt sie die Angst vor Feinden, verbreitet Freude und entfernt persönliche Hindernisse auf dem Weg zur Erleuchtung. Ekajati ist die Schützerin der geheimen Mantras und gilt als große Mutter, insbesondere als Mutter Palden Lhamos und Mahakalas. Sie ist hier vor einer Flammen-Gloriole im Ausfallschritt nach rechts, einen Menschen zertrampelnd (Symbol für das ego), dargestellt. Mit ihrer rechten Hand schwingt sie eine menschliche Leichen–Keule, mit der sie dualistisches Klammern mit seiner eigenen Form zerschmettert. In ihrer linken Hand hält sie einen Mungo (Symbol des -inneren- Reichtums). Sie ist mit einer Kette aus Totenschädeln, einer Tiger- und einer Menschenhaut bekleidet. Unter der Schulterbekleidung hängt ihre einzige Brust herunter. Auf ihrem Kopf trägt sie eine Krone mit 5 Totenschädeln. Der eine Haarknoten ist symbolisch als goldener Fortsatz aus dem Haar dargestellt. Man sieht nur ein Weisheitsauge auf der Stirn – die anderen Augen werden symbolisch durch rote Flammen ersetzt.

siehe auch Tara-weiß-163 und Tara-grün-299  sowie Tara-rot

Nepal, Kupferskulptur aus der „verlorenen Form“ hergestellt. Sehr detailliert nachgearbeitet, feuervergoldet und mit Halbedelsteinen verziert. Höhe ca. 33 cm.

Ekajati-blaue-Tara-207 in Frontansicht
Ekajati, blaueTara
Ekajati-blaue-Tara-207 zertrampelt eine Leiche
Ekajati zertrampelt eine Leiche
Ekajati-blaue-Tara-207 in Seitenansicht
Ekajati, Seitenansicht
Ekajati-blaue-Tara-207 Rueckansicht
Rückansicht von Ekajati
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Kurukulla-205

Kurukulla-205

Von Kurukulla ( auch als Kuru-Kulle ausgesprochen) gibt es viele verschiedene Formen, die wichtigste und am meisten verehrte ist die Tarodbava Kurukulla. Sie wurde aus dem Hinduismus entnommen. Auf Rollbildern wird sie mit roter Kleidung auf einer roten Lotosblüte stehend abgebildet. Deshalb wird sie auch „rote Tara“ genannt. Als Metall-Skulptur wird sie von den Künstlern vor einer roten Flammenaureole (meist mit roter gesträubter Haartracht) dargestellt. Sie steht -wie viele andere Dakinis- mit dem linken Bein auf einem dämonenbesetzten Menschen, der auf einer Lotosblüte liegt. Kurukulla hat vier Arme, mit einem Händepaar spannt sie einen aus Blättern bzw. Blüten bestehenden Pfeil um ihn mit dem Bogen abzuschießen. Die zweite rechte Hand hält einen aus Blättern geformten Elefantenhaken, um damit das Objekt, das sie verzaubern möchte, zu lenken. Die zweite linke Hand umfaßt eine Fangschlinge (aus Blättern). Kurukulla begleitet eher eine Sonderrolle unter den Dakinis, denn sie wird nicht nur als Mittlergöttein sondern auch als Göttin des Wohlstandes und der unglücklich Verliebten betrachtet. Ihre Hauptfunktion ist es Götter, Dämonen und Menschen zu bezaubern, um sie auf friedliche Weise gefügig zu machen. Oft wird sie von unglücklich verliebten um Hilfe gebeten. Sie wird für den Anrufenden tätig, wenn er zehntausend Mal ihr Mantra spricht:“Om, Kurukulle, Hrih, Hum, Svaha.“

siehe auch Tara-weiß-163 und Tara-grün-299  sowie Ekajati-blaue-Tara-207

Nepal, sehr fein bearbeiteter Bronzeguss aus der „verlorenen Form“, vergoldet mit Türkis-Steinen besetzt und mit Mineralfarben bemalt. Höhe ca. 20 cm.

Kurukulla-205 die rote Tara
Kurukulla (rote Tara) mit Pfeil und Bogen
Kurukulla-205 Seitenansicht 1
Kurukulla, Seitenansicht 1
Kurukulla-205 tanzt auf einem Menschen
rote Tara tanzt auf einem Menschen
Kurukulla-205 die Einzelteile
die komplette Skulptur in Einzelteilen mit Sockel
Kurukulla-205 Rueckansicht
Kurukulla, Rückansicht
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Tara-weiß-163

Tara-weiß-163

Neben den männlichen Bodhisattvas existieren auch mehrere weibliche, von denen Tara (tibetisch: Drölma) die wichtigste ist. Sie verkörpert den mütterlichen Aspekt des Mitleids. Ihr Name wird mit dem Begriff „überqueren“ in Verbindung gebracht. Der Legende nach ist Tara aus einer Träne von Avalokiteshvara entstanden. (zu weiteren Details siehe bei Bedeutungen unter 2.3). Hier sehen wir die weiße Tara, sie sitzt in der Lotospositur (Padmasana) mit übereinandergelegten Beinen. Im Gegensatz zur grünen Tara trägt sie immer ein Stirnauge. Sie gilt als Symbolfigur für Reinheit, wird mit der fünfblättrigen Krone des Weltüberwinders und vollem Schmuck abgebildet. Ihre rechte Hand ist in der Gewährungsgeste nach unten geöffnet, die linke weist in der Ermutigungsgeste nach oben und hält oft den Stengel einer weißen Lotosblume. Typisch für sie sind ihre „sieben Augen“. Neben den zwei natürlichen Augen besitzt sie weitere auf den Hand- und Fußflächen, damit sie die Hilfsbedürftigen in allen Gegenden der Welt sehen kann.

siehe auch Tara-grün-299  und Tara-rot sowie Ekajati-blaue-Tara-207

Nepal, Detailliert bearbeiteter Bronzeguss aus der verlorenen Form im Antique copper-finish-style“ mit verschiedenen farbigen Halbedelsteinen besetzt. Seltene Darstellung. Höhe ca. 40 cm.

Tara-weiß-163 in Padmasana
weiße Tara in Padmasana auf Lotusthron
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Skanda-297

Skanda-297

Skanda (oder Karttikeya) ist der Gott des Krieges und jüngster Sohn von Shiva und Parvati. Nach einer Legende gelangte Shivas glühendes Sperma in den Ganges, um dort abzukühlen, wonach aus dem kochenden Wasser ein wunderschöner Knabe aufs geworfen wurde. Die 6 Plejaden, die dort in Nymphengestalt badeten, stritten um die Ehre, das Kind nähren zu dürfen. Als Skanda dann 6 Köpfe erhielt, konnte ihn jede an ihre Brust legen. Er wird als strahlender Jüngling von außergewöhnlicher Stärke beschrieben und vor allem in Südindien verehrt. Die faszinierende Skulptur zeigt ihn hier mit 6 zapfenförmig gekrönten Häuptern sowie mit 12 Armen, die verschiedene Attribute wie Dreizack, Speer Axt, Stachelstock, Fangseil, Feuer usw. halten. Stolz sitzt er im Virasana (Heldensitz) auf seinem Reittier dem Pfau (Symbol der Unsterblichkeit). Nepal, Detailliert bearbeiteter Bronzeguss aus der verlorenen Form im Antique copper-finish-style“. Seltene Darstellung. Höhe ca. 80 cm.

Skanda-297 gross
Skanda reitet auf einem Pfau
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Yamantaka-204

Yamantaka-204

Nach alter Überlieferung nahm der transzendente Bodhisattva Manjushri, der Schutzpatron Tibets, eines Tages die Gestalt von Yamantaka an, um dem Massensterben Einhalt zu gebieten (siehe Bedeutungen unter 3.5.1 und Yamantaka-210). In dieser Erscheinungsform trampelt Yamantaka-204 einen Büffel, der hier den Totengott Yama darstellen soll, nieder. Der Büffel ist in sexueller Vereinigung mit einer auf dem Rücken liegenden Frau. Yamantaka hat ebenfalls ein Büffelgesicht und das Stirnauge aber einen Menschenkörper. Durch Annahme des Büffelgesichts hat Yamantaka die boshafte Energie Yamas transformiert, zu seiner eigenen umgewandelt und ist dadurch noch viel mächtiger (potenter) geworden. Er trägt eine Girlande von Köpfen und die Bramanenschnur. Sein Glied ist erigiert. Mit seinem rechten Arm schwingt er (wie Manjushri) ein Schwert. In der linken Hand hält er das Fangseil, mit dem Dämonen geknebelt werden können. Nepal, sehr fein bearbeiteter Bronzeguss aus der verlorenen Form mit alter Patina, vergoldet und mit Mineralfarben bemalt. Höhe ca. 27 cm.

Die gezeigte Skulptur ist abgebildet im Buch „SHORT DESCRIPTIONS OF GODS, GODDESSES AND RITUAL OBJECTS OF BUDDHISM AND HINDUISM IN NEPAL“ herausgegeben von der „Handicraft Assosiation of Nepal“. In den 90iger Jahren habe ich diese faszinierende Skulptur vom damaligen Präsidenten der „Handicraft Assosiation“ erhalten.

Yamantaka-204 Frontansicht
Yamantaka triumphiert über Yama, Frontansicht
Yamantaka-204 Seitenansicht links
Yamantaka über Yama, Seitenansicht 1
Yamantaka-204 Seitenansicht rechts
Yamantaka über Yama, Seitenansicht 2
Yamantaka-204 Detailansicht
Detailansicht, Yama besteigt eine Frau
Yamantaka-204 Rueckseite
Yamantaka-Skulptur, Rückseite
Yamantaka-204 Bodenplatte mit Doppelvajra
Doppelvajra auf der Bodenplatte