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Galanterie-Degen-633

Vergoldetes reich verziertes, zierliches Bügelgefäß mit Fingerhaken, Metallhilze. Zweischneidige Klinge 19 mm, Reste von Ätzung, gereinigte Narben. Reparierte Lederscheide mit gelben Beschlägen und Koppel-Spange. Länge 96,5 cm.

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Lapide-van-den-Steen-874

Lapide-van-den-Steen-874

Lapide-van-den-Steen-874, Commentaria In Pentateuchum Mosis, gedruckt 1618.

Auctore R.P.Cornelio Cornelii A Lapide, Antverpiae Apud Heredes Martini Nutii Anno MDCXVIII (Cornelius a Lapide, auch Cornelis Cornelissen van den Steen, 8. Dezember 1567 in Bocholt bei Lüttich – 12. März 1637 in Rom, war Jesuit und Professor für Exegese, seine Schriften zur Bibelauslegung waren im 17. bis 19. Jahrhundert sehr ver-breitet, Verlag Martin Nutius, Antwerpen 1618), über 1000 S. mit Kupfertitel, gutes Exlibris mit Wappen (6 Punkte im Dreieck angeordnet) und Motto „Time Ne Timeas“ (wohl Familie de Vicq), Schweinsleder-Einband der Zeit über Holzdeckeln, goldgeprägter Rücken, 35 x 23 cm.

Lapide-van-den-Steen-874 das buch commentaria in pentateuchum mosis von 1618
Commentaria In Pentateuchum Mosis, gedruckt 1618 von Cornelius a Lapide

 

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Degen-764

Degen-764

Degen-764, Europa um 1680.
Der Galanteriedegen hat eine schmale Stichklinge von rhombischem Querschnitt. Auf der langen zweifach gekehlten Fehlschärfe sind ornamentale Messing-Tauschierungen (teilweise ausgefallen) eingehämmert. Das eisengeschnittene Gefäß wurde mit kunstvollen Zierdurchbrechungen versehen. Auf dem asymetrischen Stichblatt ist zwischen Pflanzenornamenten in einem Medaillon das Porträt einer antiken Frau eingemeiselt. Weitere Porträtdarstellungen sind auf dem Mittelsteg zu finden. Die beiden Arme der Parierstange sind plastisch als menschliche Figuren ausgeführt. Die Hilze hat eine Eisendrahtwicklung mit zwei Türkenbünden und wird vom ebenfalls durchbrochen gearbeiteten Knauf fixiert. Hochwertig verarbeiteter Galanteriedegen mit kleineren Reparaturen am Stichblatt. Degen-764 . Länge ca. 105 cm.

gesamtansicht des degen-764
Galanteriedegen mit eisengeschnittenem Gefäß und Messing-Tauschierung
klinge von degen-764 mit eingelegten messingornamenten
kunstvoll gearbeitetes Gefäß und Klinge mit Messingeinlagen
arme der parierstange von degen-764 sind als menschliche figuren ausgefuehrt
Innenseite des Stichblatts und Parierstange mit menschlichen Figuren
eisengeschnittenes stichblatt von degen-764 mit frauenbueste im medaillon
Außenseite des Stichblatts mit Frauenporträt in einem Medaillon
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Degen-650

Degen-650

Degen-650, Spanien um 1670.

Schlanke zweischneidige Klinge mit Mittelgrat, im ersten Drittel gekehlt mit Inschrift „Sebastian Hernandez“ (im spanischen Stil) neben Klingenzier. Eisengeschnittenes Gefäß mit waagrechter, kurzer Parierstange und reich durchbrochenen nierenförmigen Stichblättern mit Rocaillien. Fingerringe, feine Eisendrahtwicklung mit Türkenbünden. Walzenförmiger, floral geschnittener Knauf. Eleganter Stichdegen in guter Qualität. Länge 94 cm.

Der berühmte Klingenschmied „Sebastian Hernandez“ wirkte in der Zeit von 1560 – 1600 und war ein „espadero del rey“ also ein Klingenschmied des Königs. Wegen seines Bekanntheitsgrades wurden auch später noch -bis ins 18. Jahrhundert- besonders hochwertige Klingen mit diesem Namen signiert. Der Schriftstil der Klingeninschrift (hispanisiertes „D“ und „E“) läßt darauf schließen, dass die Klinge wohl in einer Waffenschmiede in Toledo/Spanien hergestellt worden ist.

Zum Vergleich siehe diesen Rapier aus der Sammlung Beck.

degen-650 mit ornamentalen zierdurchbrechungen im nierenfoermigen stichblatt und klingeninschrift
eisengeschnittener Stichdegen mit Klingeninschrift
feiner eisenschnitt bei degen-650 am knauf und der parierstange
Gefäß mit feinem Eisenschnitt und durchbrochen gearbeiteten Stichblättern
hispanisierte klingeninschrift von degen-650 auf der terzseite
hispanisierte Klingeninschrift „Sebastian“ auf der Außenseite
quartseite der klinge von degen-650 mit bezeichnung hernandez
Innenseite der Klinge mit dem Namenszug „Hernandez“
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Hirschfänger-707

Hirschfänger-707

Hirschfänger-707, deutsch, Mitte 18. Jahrhundert.

Lange, gerade und zweischneidige Klinge mit linsenförmigem Querschnitt. Auf der Klingenwurzel geätztes Bandelwerk, daran anschließend jagdliche Ziergravuren von Hirschen und Wildschweinen, die durch Jagdhunde verfolgt werden.

Mit Voluten und Ranken geschmücktes, vergoldetes Messinggefäß. Auf den Klingenschultern ruht die Stoßplatte mit der Parierstange. Diese ist gerade mit nach unten eingerollten Enden und hat auf der einen Seite eine kleine Öse für das fehlende Griffkettchen. Der breite Hilzenring ist mit geometrischen Mustern verziert, in ihm steckt der glatte Elfenbeingriff. An ihm ist ebenfalls eine kleine Öse montiert. Der Vernietknauf mit kugeligem Abschluss fixiert die Angel.

Dazugehörige Scheide mit braunem Leder. Mundblech und Mittelband ebenfalls -zum Gefäß passend- fein profiliert und vergoldet sowie mit Trageringen versehen. Das Ortblech vermutlich ergänzt.  Auf der Quartseite des Mundblechs ist die Herstellersignatur „J.W. Keitel, Fourbißeurs a‘ Berlin“ eingraviert. Gesamtlänge 80 cm.

hirschfaenger-707 mit elfenbeingriff und scheide
Hirschfänger mit Elfenbeingriff und Lederscheide
mundblech des hirschfaengers-707 mit signierung des schwertfegers
Mundblech der Lederscheide mit eingravierter Signierung des Schwertfegers
der hirschfaenger-707 mit schoner klingenaetzung
Hirschfänger mit Elfenbeingriff und zweischneidiger Klinge
Details der Zierätzung mit Bandelwerk und Jagdtieren
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Hirschfänger-640

Hirschfänger-640

Hirschfänger-640, barocke Jagdwaffe aus Österreich um 1730

Stattliche Seitenwaffe mit gerader Rückenklinge, beidseits doppelt gekehlt, mit je einer breiten und einer schmalen Hohlkehlung. Der auslaufende Rückenschliff ist ca. 20 cm lang. Die an die Klingenschultern anschließende ungekehlte Partie zeigt in rechteckigem Rahmen fein eingeätzte Jagdszenen, terzseitig ein Wildschweinjagd, auf der Qartseite eine Hirschhatz mit Hunden. Die breite Hohlkehle trägt beidseitig auf ersten 6 cm geschwungene Ornamente.

Feuervergoldetes Messinggefäß mit halbplastischen Tierdarstellungen. Die Parierstange geht in den Griffbügel über und ist an ihrem Ende in einen Hundekopf ausgeformt. Auf dem großen, abwärts gewölbte Stichplatt wird eine Hirschjagd mit Hunden dargestellt. Der mit Schildplatt ummantelte Griff (zwei Fehlstellen) hat mittig auf der Terzseite eine glatte Elfenbeineinlage. Ein Löwenhaupt ziert die Knaufkappe mit Angelniet.

Passend dazu die originale braune Lederscheide mit erhaben verzierten, vergoldeten Beschlägen. Am Mundblech sind mittig ein geschwungener Tagehaken und seitlich zwei -bügel aufgelötet.

Gut erhaltene, dekorative Jagdwaffe eines hohen Adligen. Nach Angaben des Vorbesitzers aus dem Nachlaß des Adelsgeschlechtes Palffy (Österreich-Ungarn) stammend. Länge ca. 85 cm.

Lit.: Seitz, 1968, II,  Abb. 190 (um 1725); Katalog Jagdmuseum München, 1977, Inv. Nr. 2153 (um 1740); Westphal, Blankwaffen im Museum Jagdschloß Kranichstein, Seite 38

adeliger hirschfaenger-640 in der dazugehoerigern lederscheide
adeliger Hirschfänger in dazugehöriger Lederscheide
hirschfaenger-640 aus einem habsburger adelsgeschlecht
habsburgischer Hirschfänger um 1730 mit Klingenätzung
gefaess von hirschfaenger-640 mit schildplatt und elfenbeineinlagen
verziertes, feuervergoldetes Gefäß mit Schildplatt- und Elfenbeineinlagen
zieraetung einer wildschweinjagd auf der klinge von hirschfaenger-640
Zierätzung mit Darstellung einer Wildschweinjagd
zieraetzung einer hirschhatz auf der quartseite von hirschfaenger-640
Schildplattgriff und Zierätzung auf der Quartseite
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Hirschfänger-774

Hirschfänger-774

Hirschfänger-774, mitteleuropäisch um 1680

Eisernes Gefäß, Parierstange geht in den Griffbügel mit Balustern über. Muschelstichblatt. Der glatte Hilzenring und die Knaufkappe fassen den Hirschhorngriff , der zusätzlich mit 4 Eisennieten an der Angel fixiert ist (ein Nietenkopf fehlt).

Zweischneidige Klinge mit 3 kurzen Hohlschliffen, Klingenzier und nicht zuordenbaren Symbolen. Länge 72 cm.

Die morphologischen und konstruktiven Details dieses Hirschfängers stehen noch in der Tradition des 17. Jahrhunderts: mit eisernem Gefäß und breiter Knaufpartie. Weiterhin typisch sind das separat gefertigte und am Parierelement verschweißte Muschelstichblatt und der braune Hirschhorngriff.

Zum Vergleich siehe auch diese Jagdwaffen mit Eisengefäß und einen Hirschfänger des beginnenden 18. Jahrhunderts mit Messinggefäß

hirschfaenger-774 mit eisengefaess und hirschhorngriff
Hirschfänger mit Eisengefäß und Hirschhorngriff
muschelstichblatt und klinge mit eingeschlagenen zeichen von hirschfaenger-774
Parierstange mit Muschelstichblatt und Klinge mit eingeschlagenen Zeichen
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Hirschfänger-671

Hirschfänger-671

Hirschfänger-671, deutsch 18. Jahrhundert

Gerade zweifach gekehlte Rückenklinge, eine Hohlkehlung reicht bis zur zweischneidigen Spitze. Verziertes Messingbügelgefäß, die Parierstange mit knotenförmig verdicktem Ende geht in den Griffbügel über. Muschelförmiges Stichblatt. Der Hilzenring und die Knaufkappe fassen den marmoriert eingefärbten Horngriff. Elegante Jagdwaffe. Länge 68 cm.

hirschfaenger-671 mit gefaerbtem horngriff und buegelgefaess
Hirschfänger mit Bügelgefäß und gefärbtem Horngriff
details vom gefaess von hirschfaenger-671 mit braun eingefaerbtem horngriff
Details vom Gefäß mit marmoriert eingefärbtem Horngriff
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Hirschfänger-761

Hirschfänger-761

Hirschfänger-761,deutsch um 1720

Einschneidige Rückenklinge im vorderen Drittel zweischneidig. Etwas verschliffen. Beidseitig jeweils eine schmale und eine breite Kehlung. Jagdlicher Ätzdekor, berieben, ein Porträtmedaillon eines christlichen Fürsten etwa noch zur Hälfte erkennbar. Verziertes Messinggefäß mit jagdlichen Tierdarstellungen. Parierstange mit Voluten-Ende geht auf der Gegenseite in den Griffbügel über. Auf dem Halbrunden Stichblatt Jagdszene – Hirsch von einem Hund gehetzt -. Griff aus Hirschhorn. Halbkugelförmigen Knaufkappe mit Darstellung einer Wildschweinhatz. Länge 72 cm.

Im 17. Jahrhundert wurden Hirschfänger noch überwiegend mit eisernen Gefäßen gefertigt, im 18. Jahrhundert dagegen waren Messing-Gefäße in Mode (sowie vereinzelt Silbermontierungen). Der oben gezeigte Hirschfänger aus dem ersten Viertel des 18. Jahrhunderts ist noch mit einem unbearbeiteten, naturfarbenen Hirschhorngriff ausgestattet. Im Laufe der folgenden Jahre änderte sich der Geschmack und sie wurden zusehends von zugeschnittenen und gefärbten Bein- bzw. Horngriffen ersetzt, teilweise ergänzt mit Schildplatt oder Metalldraht. Erst ab dem 19. Jahrhundert finden wir wieder Hirschfänger mit den ursprünglichen, rohen Geweihhilzen.

gesamtansicht von hirschfaenger-761 um 1720
Hirschfänger mit Messinggefäß , um 1720
klingenaetzung und gefaess von hirschfaenger-761
Details von Gefäß und Klingenätzung
klingenaetzung mit porträtmedaillon auf hirschfaenger-761
Klingenätzung mit teilweise erhaltenem Porträtmedaillon
quartseite mit jagdlichen szenen auf hirschfaenger-761
jagdliche Szenen auf der Quartseite des Gefäßes

 

 

 

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Hirschfänger-775

Hirschfänger-775

Hirschfänger-775, deutsch um 1740

Einschneidige, gerade Keilklinge. Großes Messinggefäß, allseits schön verziert mit tiefem jagdlichem Relief. Der braune Hirschhorngriff wird von der spitz auslaufenden Knaufkappe und dem breiten, ebenfalls spitz auslaufendem Hilzenring eingerahmt. Die Parierstange endet auf der einen Seite in einem Hundekopf, gegenüber geht sie in den Griffbügel über, in welchem die stehende Figur eines Jägers modelliert ist. Der Griffbügel ist an der ebenfalls verzierten Knaufkappe verschraubt. Gewölbtes Stichblatt mit Darstellung eines Reiters bei der Parforce-Jagd inmitten einer Hundemeute. Länge 70 cm.

Hirschfänger mit hervorragend ausgearbeiteten Jagdszenen im Buntemetallgefäß.

hirschfaenger-775 mit gerader keilklinge um 1740
Hirschfänger mit gerader Keilklinge um 1740
jagdliche ziselierungen am gefaess von hirschfaenger-775
jagdliche Ziselierungen am Buntmetallgefäß